feuchter Schornstein

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Moderator: ScarlettOHara

Schwarzmann
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von Schwarzmann » 24. Feb 2018, 13:10

Also erfolgt die Reinigung am obersten Reinigungsverschluß ÜBER Dach im Edelstahlrohr, somit haben die DG Bewohner KEINEN Dreck - guuuuuut!

ABER: Wie der Schornsteinfeger schon anführte, gibt es im (zum Glück fachgerecht doppelwandigen) Edelstahlrohr oben ZU VIEL Kondensat, so läuft das im ROHR runter, tropft entweder ab und fällt durch den Schornstein bis in den Keller ODER es läuft die gemauerten Schornsteinwandungen herunter und bedroht die DG Wohnung mit Flecken. Aber das ist alles ein chaotisches System, da gibt es nichts verbrieftes. Selbst wenn man den Schornstein (als Mehrfachbelegung) nach DIN EN 13 384 berechnet kann das so oder so rauskommen und in der Praxis wird es funktionieren ODER diese Mängel hervorrufen.

Daher ist es absolut wichtig, dass schnell und stark angeheizt und bewusst OHNE Schwachbrand fortgeheizt wird. Ich empfehle das mit einem Abgasthermometer zu überwachen : Werbung entfernt Bimetall-Analog-Abgasthermometer-Zeiger-Rauchgasthermometer

ICH würde sagen DAS KLAPPT.....

WENN der Schornstein saniert wird ist halt die Frage wieviel Anschlüsse man gleich überall vorsieht, wer aktiv benutzt und letztendes wer ZAHLT das alles. Blöd ist halt dass ggf die unbeteiligsten das Problem mit den Flecken (und evtl auch Geruch daraus) abbekommen. Und wenn es kein Alleineigentum ist möchte man da auch nicht unnötig Kosten investieren.....


Schwierig, DIESE Entscheidung nimmt einem keiner ab.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

Bild
https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

harm
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von harm » 24. Feb 2018, 20:21

Hallo!

Danke für Eure Einschätzung.

Verheizt werden soll nur sehr trockenes Holz.
Die Reinigung erfolgt nicht im in der Tat bewohnten Dachgeschoß, sondern vom unteren Teil des Stahlrohres auf dem Dach aus.

Ich habe noch mit dem Schornsteinfeger telefoniert, er meint, daß er ja alle halbe Jahr vor Ort ist, um das zu überwachen. Auch ist ihm in seiner Karriere in so einer Situation noch nicht passiert, daß er einen Ofen deswegen stilllegen musste.

Ich warte jetzt noch die Berechnungen und die Meinung des Ofensetzers ab, dann denke ich, werden wir es wagen.

Das Leben ist zu kurz, um immer nur Angst zu haben und notfalls sind auch 3000€ noch nicht der Tod...
Ich hoffe aber, daß der Schonsteinfeger bescheid sagt, bevor ein Schaden entstanden ist.

Das mit dem Thermometer ist eine gute Idee.

Ich werde berichten, wie es weiterging.

Gruss und danke an Euch.


Harm.

harm
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von harm » 11. Mai 2018, 22:25

Guten Tag!

Wir haben den Ofen jetzt anegeschlossen.
Was machen wir denn am besten, wenn der Ofen nicht heizt: Zug am Ofen offen lassen, damit der Kamin belüftet wird und trocknen kann?

Oder Zug am Ofen zu, damit sich kein Kondenswasser aus der Wohnung im Zug absetzt?

Ich könnte mir denken, daß man im Sommer den Zug auflässt, wenn man die Wohnung nicht heizt, ihn im Winter aber zu macht, damit die warme beheizte Luft nicht im kühleren Kaminzug auskondensiert?

Was vermutet Ihr?

Gruss, Harm.

Brandmeister_0701
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von Brandmeister_0701 » 12. Mai 2018, 22:48

Hallo,

also ich würde den "Zug" am Ofen schließen. Im Sommer hat man oft die Situation, dass es draußen wärmer ist als im Haus. Dadurch kann es bei geöffneten "Zug" zu Luftbewegungen im Schornstein kommen, so dass eben diese Luft in den Wohnraum gedrückt wird. Es riecht dann ordentlich nach Schornstein, was die wenigsten mögen. :lol:

Wenn Sie Kondenswasser im Ofen sicher vermeiden wollen, dann können Sie ins Ofenrohr, kurz vor der Einmündung in den Schornstein, ein sicher abdichtendes Schaumstoffformteil (kann man sich leicht selber zurechtschneiden) stecken. Ihren Brennraum reinigen Sie ordentlich und stellen einen regenerierbaren Luftentfeuchterbeutel (gibt es z.B. für Wohnmobile) bis zum Winter da rein. Vor dem ersten Anzünden muss man dann nur daran denken, das Schaumstoffformteil wieder aus dem Rauchrohr zu nehmen. Ruß und Ascherückstände auf den Stahlteilen im Brennraum und den Rauchgaswegen ist leicht hygroskopisch (wasseranziehend). Bei meinem alten Werkstattofen waren vor dem Winter immer deutliche Korrosionsspuren auf dem Gusseisen im Brennraum... Bei meinem HASEn bin ich nun natürlich hinterher, jegliche Korrosion zu vermeiden. ;)


Viele Grüße
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harm
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von harm » 22. Mai 2018, 21:58

Guten Abend!

Vielen Dank für die Antwort.

Es ging mir ja nicht darum, Kondensieren im Ofen zu vermeiden, sondern ich überlege, ob man durch die Luftbewegung im Kamin ein Austrocknen des Ofenzuges erreichen kann, falls dort vorher beim Heizen im Winter warme Abgase kondensiert sein sollten.

Aber wenn es im Ofen Korrosionsspuren gibt, scheint das ja eher eine schlechte Idee zu sein.

Danke und Gruß!

Harm.

Brandmeister_0701
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Re: feuchter Schornstein

Beitrag von Brandmeister_0701 » 23. Mai 2018, 21:29

Kein Problem ;)

Sie wohnen ja im 1. Stock. Ist das Haus unterkellert? Befindet sich die Reinigungsklappe für die Rußentnahme im Keller oder bei Ihnen in der Wohnung?


Viele Grüße
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