Angehende Versottung

Alle Fragen rund um Schornsteine

Moderator: ScarlettOHara

KayBee
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Angehende Versottung

Beitrag von KayBee » 3. Feb 2018, 23:33

Hallo zusammen,

Wir haben uns im April ein Haus gekauft in dem jahrelang mit einem Ofen, der Geselligkeit halber geheizt wurde.

Das Haus verfügt über 2 Schornstein, einen für die Heizung (Buderus) und einen im Wohnzimmer für einen Ofen.

Das Haus Stand seit August 206 leer, wurde aber beheizt (ohne Ofen).

Wir haben hier jetzt auch noch keinen Ofen angeschlossen,hatten dies aber vor.

Nach einer langen Regenzeit haben wir im Obergeschoss am Schornstein bräune Flecken gesehen und sofort die Tapeten abgerissen. Darunter war es etwas klamm.

Ich habe oben einmal die Klappe geöffnet und an der Innenwand Feuchtigkeit gesehen. Es ist also Wasser an den Wänden. Eine Regenhaube würde beim Einzug verbaut.

Jetzt Ist die Frage, wie wir hier weiter vorgehen?

Reicht es aus, einen Ofen anzuschliessen um den Schornstein wieder in Betrieb zu nehmen um die Feuchtigkeit dort drinnen los zu werden? Er würde nie vom Schornsteinfeger ausser Betrieb genommen.

Ich entferne als erstes den Schimmel und lüfte den Raum in nächster Zeit öfter, da er Noch Nicht bewohnt wird.

Ich hoffe auf ein paar Tipps, vom braunen Befall her agieren wir noch rechtzeitig denke Ich, es waren jeweils 3 Stellen a 30cm.

Viele Grüsse, Kevin

Schwarzmann
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von Schwarzmann » 4. Feb 2018, 14:01

Ist halt die Frage WARUM und WOHER die Feuchte kommt.

Von einer Festbrennstoff-Befeuerung versotten Schornsteine eher selten bis nie, da an sich kaum dauerhaft Abgaskondensation erfolgt.

Es wäre also auch ein Außeneintritt von Feuchte zu erforschen, Verwahrung an den Dachdurchführung etc.

Wie alt sind denn Haus und Schornstein?

Was für ein Querschnittsmaß hat er und aus was für Material ist der Schornstein, einzelne Mauerziegel oder Formstück-Elemente ?
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

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https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

KayBee
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von KayBee » 4. Feb 2018, 16:25

Also so wie ich das heute gesehen habe kommt die Feuchtigkeit von oben. Wir haben seit Monaten Regen hier im Norden.

Auf dem Dachboden ist alles trocken.
Sieht tatsächlich so aus, als regnet es dort rein. Derzeit liegt leider Schnee, ich würde je die Haube auf dem Schornstein (gemauert) aber gerne noch ansehen.

Da wir die Vorbereitung für einen Ofen haben; welcher bietet sich hier an? Er soll vielleicht ein paar mal die Woche abends für 2-3 Stunden brennen. Wir benötigen ihn nicht zum Heizen. Was verwendet man da am besten? Briketts oder Holz?

Schwarzmann
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von Schwarzmann » 4. Feb 2018, 16:42

Wenn auf dem darüberliegenden Dachboden aber alles trocken ist, dann kann an sich NICHTS von oben kommen, zumal ja eine Haube die Mündung abdeckt.....?!?
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


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KayBee
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von KayBee » 4. Feb 2018, 16:48

Richtig, ich befürchte Aber, die Haube würde nicht ordnungsgemäß verbaut.

Unter der Tapete habe ich eine Art Alufolie gesehen. Es kam mir vor als ob der Putz geschwitzt hat. Das Zimmer steht zwar nicht leer, wird aber derzeit nicht genutzt,also ist dort auch keine Bewegung in der Luft. Tür zu,Heizung auf Stufe eins.

Das Haus ist übrigens von 1985.

Schwarzmann
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von Schwarzmann » 4. Feb 2018, 17:03

Bj 1985, dann dürfte der Schornstein für die Zusatzfeuerstätte aus Formstücken nach DIN 18 160 sein, Ziegelsplittmaterial, Innenquerschnitt meist 20x20cm. DA gibts feuerungsseitig keine Versottung.

Eine richtig montierte und sinnvolle Haube vermeidet das Eindringen von Niederschlagswasser und Kondensat in den Schornstein.

Wenn im Zimmer keine hohe Luftfeuchte herrscht ist alles kein Problem.

Ein Ofen gibts von bis.....

ICH würd einen mit Eignung für Holz UND Briketts bevorzugen.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


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Schloti
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von Schloti » 7. Feb 2018, 15:03

Alufolie hingeklebt?
Dann gibt's schon länger Probleme und der Verkäufer hat dich u.U. besch...
Von Haube auf unbenutzten Schornstein halte ich nichts.
Da gibt's andere bessere und günstigere Lösungen

hassaufsohn
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von hassaufsohn » 8. Feb 2018, 06:30

wie würdest du den ungenutzten nutzen?

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Re: Angehende Versottung

Beitrag von Schloti » 8. Feb 2018, 19:56

Hallo hassaufsohn ( übrigens seltsamer Name ;-) )
ich favorisiere folgende Lösung ( wenn kein Betonaufsatz drauf ist):
Waschbetonplatte mit allseits 2-3cm Überstand oben auf den [b]unbenutzten[/b] Schornstein legen ( Ofenrohr muss weg, ist klar)
zwischen Platte und Schornsteinkopf an den vier Ecken des Schornsteines ein Mörtelbett aufbringen, so daß sich ein Abstand von 2-3 cm zwischen Platte und Schornstein ergibt und auf jeder Längsseite des Schornsteines ein Spalt bleibt. Dadurch kann eine evtl anfallende Feuchtigkeit im Schacht hinausziehen. Ist natürlich nur was wenn man einen Schornstein länger stilllegen will ( über Jahre hinweg keine Nutzung mehr geplant ist)
Kostenaufwand 10-15€ maximal. So eine Platte hat ihre 10-15KG und bietet dem Wind auch nur eine geringe Angriffsflache. Ich hab noch nie erlebt daß es eine heruntergeworfen hat und empfehle das schon seit 25 -30 Jahren und habe bestimmt locker 150 solche Fälle. Alle zufrieden

Hier in diesem Fall sollte KayBee jedenfalls seinen Schorni kontaktieren damit der mal nachschaut. Sonst bekommt er u.U. auch beim neuen Ofen Probleme. Bilder der Situation oder nähere Abgaben über den Schornstein ( Material, Innenquerschnitt, Höhe / Höhe über Dach usw. haben wir ja leider nicht.

hassaufsohn
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Re: Angehende Versottung

Beitrag von hassaufsohn » 13. Feb 2018, 11:19

ja der namen hat seinen grund :)

die idee ist natürlich gut, allerdings würd ich zuerst noch einen schräg anlaufenden betonkranz aufbringen.
so scheint mir die gefahr zu groß das die suppe von der betonplatte direkt einlaufen könnte?
am besten wär wohl die aufwändige lösung mit vollverkleidung und betonaufsatz :roll:
wird eben schweine teuer..

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