Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Alle allgemeinen Themen rund um Kamine und Öfen.

Moderator: ScarlettOHara

Dachs
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Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von Dachs » 25. Nov 2017, 17:33

Hallo.

Die Stadt Stuttgart verbietet bei Feinstaubalarm auf Ihrer Hauptdurchgangsstrasse Neckartor den Betrieb
von Kaminöfen, im gesamten Stadtgebiet, und will das Einhalten des Verbotes überprüfen!

Wo führt das hin, ist das nicht total übertrieben bzw.ist das das Aus von Kamin- und Kachelöfen, stirbt der Beruf des Ofenbauers aus?

Mich wundert, dass die Innung der Ofenbauer, die Ofenbauer selbst und die Hersteller der Öfen nicht aus der Deckung kommen!

b-hoernchen
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von b-hoernchen » 25. Nov 2017, 21:12

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Schwarzmann
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von Schwarzmann » 26. Nov 2017, 19:05

Das betrifft den Betrieb von "Komfort"-Feuerstätten, solche die NICHT allein der Beheizung dienen, sondern ZUSATZöfen sind, die ZU einer ohnehin vorhandenen Heizung existieren und NICHT betrieben werden MÜSSEN um die Wärmeversorgung sicherzustellen.

Niemand BRAUCHT diese Öfen, man HAT sie halt

und genauso kann man sie dann auch AUSlassen !
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

Bild
https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 29. Nov 2017, 00:28

Die Einzelraumfeuerunganlage, der Kaminofen ist nicht zukunftsfähig. Deutschland steigt langfristig aus der Kohleverstromung aus. Das Auto soll in Zukunft elektrisch fahren. 35 % unseres Stroms wird bereits durch Wind, Wasser und Sonne erzeugt. Und noch ímmer betreiben wir Geräte/( Kaminöfen. Kamineinsätze , Kachelöfen, Pelletöfen und Küchenherde die OHNE jegliche Abgasreinigung" Arbeiten" Wir wissen nicht einmal. wie viele Schadstoffe der Kaminofen im realen Betrieb freisetzt. Weil das niemals irgendeiner mißt. Die Einzelraumfeuerungsanlagen werden unter Laborbedingunegn gemessen. Wie die Autos. Es werden sogar in Niedrigenergiehäuser Raumluftunabhängige Kaminöfen installiert. Paranoider und Irrationaler geht es nicht mehr. Da wird ein Haus gebaut mit moderner Dämmung, das evtl. mit Erdwärme oder Solarwärme beheizt wird, das evtl. Fördermittel bekommen hat dafür. Und dann installiert man in dieses Haus ein Gerät mit der Technik von 1990. Umweltfreundlich???
Wir belügen uns selber. Grennwashing ist das.Autos mit Dieselmotor werden evtl. demnächst nicht mehr in Innenstädte fahren können. Die Automobilindustrie gibt Abwrackprämen für Diesel die Euro 1 -4 haben.Und gleichzeitig werden Deutschlandweit neue Kaminöfen installiert. So, als ob es das Prohlem von Feinstaub, Stickoxiden nicht gibt.
Holz verbrennt CO2 neutral? Ein Märchen, das die Ofenindustrie immer wieder erzählt. Beim Verbrennen von Holz werden Furane, Dioxine, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Und im Holz ist Chrom, durch das Verbrennen entsteht daraus Chromat/ Chrom 6. ein hochgiftiges Schwermetall. das Wasserlöslich ist. Deshalb gehört Holzasche nicht auf dem Kompost oder in den Garten, sondern in die Restmülltonne. Weil durch den Regen gelangt das Chromat in das Grundwasser.
Darüber sollte mal jeder nachdenken.
Was machen wir hier eigentlich ???
MfG Dieter Klaucke
ein Ofenhändler, der aussteigt.

hassaufsohn
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von hassaufsohn » 29. Nov 2017, 06:13

musst nicht aussteigen, das leben ist eben hart :D

b-hoernchen
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von b-hoernchen » 29. Nov 2017, 14:16

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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 29. Nov 2017, 19:57

Das Leben in einem Industrieland wie Deutschland ist mit einer Menge Umweltbelastung verbunden. Auch wollen wir in unserern Breiten nicht im Winter in kalten sitzen. Das haben wir über Jahrtausende gemacht.
Nur man kann ein Haus/ Wohnung sehr umweltfeindlich heizen mit Holz, noch schlimmer mit Kohle oder mit Erdöl oder Erdgas.
Alle diese Stoffe verursachen Umweltschäden. Bei der Förderung von z.B. Erdöl oder beim Verbrennen dieser Stoffe.
Die Zukunft wird aber so sein, das wir unsere Gebäude mit wenig Energie heizen sollten und diese Energie sollte umweltfreundlich erzeugt werden.
Keiner will zurück in die Steinzeit oder ins Mittelalter. Heute verfügen wir über Kenntisse, Wissen, die es uns ermöglichen unsere Gebäude mit wenig Umweltbelastung zu beheizen. Kohle, Holz und Erdöl oder Erdgas gehören nicht dazu.
Und Veränderungen fangen immer bei einem selber an. Einer muss den Ersten Schritt tun.
Das wird nicht billig sein. Das Märchen vom billigen Atomstrom hat es gezeigt. Zukünftige Generatioen werden die Zeche zahlen für angeblich billigen Atomstrom. NACHDENKEN über das was man tut. Das ist der Anfang einer Veränderung.
Der Kaminofen als Zusatzheizung in einem Gebäude ist nicht zukunfstfähig und da ist es oft umweltfreundlicher Erdgas zu verheizen.
Das nicht alles SOFORT zu 100 % umgesetzt werden kann, müßte jeder wissen.
ANFANGEN und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.
Liebgewordene Verhaltensregeln ändern. Wer mehr wissen möchte zum Thema Heizen mit Holz, dem empfehle ich den Film: Die Holzlüge.Und ein ganz wichtiger Faktor ist die Zeit. Es hat immer in der Erdgeschichte höhere CO2 Konzentrationen in der Atmosphäre gegeben als aktuell. Aber der MENSCH produziert sehr viel CO2 in einem sehr kurzem Zeitraum.
Wir konsumieren heute Produkte, die aus der ganzen Welt kommen und oft nur eine sehr kurze Lebenszeit haben. Holz wird um die Welt transportiert, damit wir es hier verbrennen. Und oft nur deshalb, weil es irgendwo billiger ist, als vor Ort.
Der Geiz zerfrißt uns.
Viel zum Nachdenken.
MfG Dieter Klaucke

b-hoernchen
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von b-hoernchen » 29. Nov 2017, 20:38

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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 30. Nov 2017, 00:36

Mit Kohle zu heizen. zumal in einem Kaminofen OHNE jegliche Abgasreinigungssysteme ist die dreckigste Form des heizen.Wo bitte spart man dort CO2 ein?Und Braunkohle ist der dreckigste Brennstoff.
Und schon mal gerechnet, wie lange eine z.B. 80 Jährige Eiche oder Buche braucht um auf natürliche Weise zu verrotten. Die gleiche Menge Holz dieses Baums werden aber innerhalb weniger Monate verheizt. Das CO2 was in der 80 jährigen Eiche über 80 Jahre gespeichert wurde, wird in nur wenigen Monaten freigesetzt. CO2 neutral??? Ein Märchen. JEDE Form der CO2 freisetzung ist Global zuviel.Gibt es ein Gutes oder Böses CO2?
Wir müssen generell den CO2 Ausstoß veringern. Und der Natur ist es egal woher das CO2 kommt. Aus Erdöl. Erdgas, Kohle oder Holz. Wir Menschen setzen in immer kürzerer Zeit enorme Mengen CO2 frei.
Die Eindämmung des CO2 Ausstoß ist keine Bevormundung , sondern VERNUNFT! und ein notwendiger Schritt in eine CO2 freie Wirtschaftsweise.Auch SUV sind unvernünftig, wie viele andere Dinge in einem Industrieland wie Deutschalnd. Auch eine Felge aus Leichtmetall ist ökologisch der Hammer.
Auch so mancher Autobesitzer der einen Diesel fährt, beherscht nicht die Grundkenntnisse von Betriebswirtschaft, sonst würde keiner ein Fahrzeug mit Dieselmotor kaufen, bei einer Fahrleistung von nur 5-10.000 Km im Jahr.
Und um Filme zu machen und die Wege des Holz aufzuzeigen, ist es erforderlich das man dazu reist. Evtl. auch tausende Kilometer und auch mit einem Flugzeug. Filmemacher werden ja nicht mit dem Fahrrad zum Drehort fahren, wenn dieser hunderte oder tausende Kilomter vom Standort entfernt ist.
Und hier wird ja wieder einmal mit dem Zeigefinher auf die anderen gezeigt. Bloß SEIN Handeln nicht in Frage stellen. Es sind IMMER die anderen. Diese Verhaltensweise kann man im jeden Lehrbuch für Physologie nachlesen.
Nur weil Holz ein Naturprodukt ist, ist es nicht ökologisch unbedenklich, wenn es als Brennstoff verwendet wird.
Wenn überhaupt mit Öfen heizen, dann mit einem Pelletofen. der verbrennt "Sauberer" als jeder klassische Kaminofen. Aber Pellets werden schon lange nicht mehr aus Abfallholz hergestellt. siehe dazu den Film die Holzlüge.Heute werden ganze Bäume direkt zu Pellets verarbeitet. Das ist auch die richtige Wahrheit. Und Pellets kommen auch schon lange nicht mehr aus dem heimischen Wald, sondern aus Kostengründen aus z.B. Osteuropa.
Auch ist die Möbelindustrie und andere Holzverarbeitente Betriebe mittlerweile der Globalisierung nahe gekommen. Möbel werden immer mehr in Osteuropa und Asien gebaut. Ein Besuch bei IKEA zeigt es, wo heute die Möbel herkommen. z.B. aus China.Und somit fallen die Späne und das Sägenmehl schon lange nicht mehr in diesen Mengen in Deutschland oder anderen Weteuropäischen Ländern an. Auch so ein Mythos, der schon lange von der Realität, Globalisierung eingeholt wurde.
Die Realität ist halt eine andere als das Märchen.
MfG dieter Klaucke

Schwarzmann
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Re: Feinstaubalarm durch Kaminöfen!

Beitrag von Schwarzmann » 30. Nov 2017, 12:27

Veröffentlichung der IPS "Initiative pro Schornstein" :

Beliebtes Heizsystem: Holzfeuerstätte und Schornstein

Eine große Mehrheit von Bauherren, Immobilieneigentümern und -nutzern wünscht sich Umfragen zufolge, neben der Zentralheizung, eine weitere Wärmequelle. Ob als Kamin-, Pellet- oder Kachelofen bzw. Heizkamin, es handelt es sich um ein sehr beliebtes Heizsystem. Doch dazu bedarf es eines Schornsteins.

Etwa 11 Millionen Deutsche nutzen so genannte Einzelraumfeuerstätten. Nahezu jeder vierte Haushalt in Deutschland heizt mit Holz. Neben der angenehmen Strahlungswärme und Wohlfühlatmosphäre kommen mit dem CO2-neutralen Energieträger noch viele weitere, interessante Aspekte hinzu. Welche Optionen Bauherren, Architekten und Planer rund um die Holzfeuerstätte, insbesondere in Kombination mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe haben, wird in der neuen IPS-Infobroschüre dargestellt (www.proschornstein.de).

Umweltbewusst, unabhängig und flexibel heizen

Mit modernen, emissionsarmen Holzfeuerstätten heizt man umweltbewusst, unabhängig und flexibel und somit aufgrund der vielfältigen Beschaffungs- und Bevorratungsmöglichkeiten für Biomasse extrem zeitgemäß. Egal ob in fester Form mit Scheitholz, Holzbriketts oder als Schüttgut mit Pellets oder Hackschnitzel, der nachwachsende Energieträger Holz ist energetisch und wirtschaftlich effizient. Für den Betrieb der Öfen ist kein Strom erforderlich.

Multifunktionsbauteil Keramik-Schornstein

„Bei der Planung eines Neubaus werden diese vielen Vorteile einer Feuerstätte häufig übersehen, unterschätzt oder aus Kostengründen ignoriert“, erklärt Burkhard Kehm, Vorsitzender der Initiative Pro Schornstein e. V. (IPS). Feuerstätte und Schornstein fallen dem Rotstift zum Opfer – obwohl moderne Keramik-Schornsteinsysteme in zukunftsgerecht geplanten Häusern gar nicht teuer sind und wichtige Funktionen erfüllen. „Der vermeintliche Einspareffekt entpuppt sich im Nachhinein oft als Trugschluss“, so Kehm weiter. Nur mit einem Schornstein ist eine freie, unabhängige und flexible Wärmeerzeugung möglich. Als Luft-Abgas-Schornsteinsystem (LAS), mit einem hochtemperaturbeständigen Keramikrohr und fast unbeschränkten Einsatzmöglichkeiten mit allen Heizsystemen und Brennstoffen, ist er ein Multifunktionsbauteil. Es bietet Abgasführung, Verbrennungsluftversorgung, Abluft und weitere Optionen in einem.

Wärmepumpe und Feuerstätte – Effizient im Team

„An sehr kalten Wintertagen stoßen Wärmepumpen in puncto Effizienz häufig an ihre Grenzen“, hebt Kehm hervor. Durch die Kombination mit einer Holzfeuerstätte können Lastspitzen reduziert und das Stromnetz entlastet werden. Die Betriebsstunden des Elektroheizstabes in der Wärmepumpe lassen sich dann spürbar reduzieren. Mit diesem hybriden Heizsystem steigt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtversorgung des Neubaus, die Stromkosten und CO2-Emissionen werden gesenkt.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

Bild
https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

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