Kaminofen Austroflamm Pallas Back

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Moderator: ScarlettOHara

Emsländer
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Emsländer » 2. Jan 2018, 19:03

Hallo Paddy, wie lief die Reparatur?

Paddi
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Paddi » 15. Feb 2018, 20:01

Hallo Emsländer,

lässt leider noch etwas auf sich warten. ;)

Nachdem ich mir von unten einmal den Mechanismus und die Befestigung der Zuluftsteuerung genauer angesehen habe, habe ich das Endstück des Drahts, das den Luftschieber steuert, knapp wieder an die Stelle dazugeklemmt, an der er gerissen ist. Somit kann ich die Luftzufuhr wieder steuern, allerdings nicht mehr ganz schließen. Der Zustand so ist aber erträglich. Auf längere Frist, könnte ich auch mit einer Lüsterklemme (ohne den Plastikteil natürlich) oder ähnliches die Verbindung überbrücken. Im Sommer muss der Ofen wahrscheinlich eh raus, da ich dann den Fußboden neu machen lassen möchte. Bis dahin kann das zunächst einmal so bleiben und dann werde ich weiterschauen, ob ein komplett neues Zuluftsystem eingebaut oder rumgebastelt wird :) .

Viele Grüße, Paddi

Paddi
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Paddi » 27. Jan 2019, 19:18

Hallo Emsländer,

so, nun kann ich weiter berichten, der neue Boden ist seit Ende Dezember drin, mit reichlich Verspätung leider :( .

Der Pallas Back hat ein komplett neues Zuluftsystem bekommen und auch gleich eine neue Umlenkplatte, da die alte einen Riss hatte. Allerdings hat sich das Verhalten des Schiebergriffes erheblich verändert und ich frage mich weshalb? So ist die Zuluft bereits komplett geschlossen, wenn der Griff etwas weiter rechts als die mittlere Position ( o ) steht. Beim alten Zuluftsystem konnte ich den Griff komplett nach rechts, bis zur Position ( - ) schieben, erst dann war die Zuluft komplett geschlossen. Aber es funktioniert ja soweit trotzdem alles, man muss halt nur etwas feinfühliger mit dem Schiebergriff umgehen.

Zwischen dem alten Zuluftsystem und dem neuen gibt es einen Unterschied. Und zwar ist beim neuen am Ende (also an der Vorderseite des Ofens) ein Gummiteilchen, was beim alten nicht vorhanden war, bzw. nicht mit eingebaut wurde. Mein Ofenbauer vermutete, dass das evtl. der Grund für das Reißen des Drahtzuges beim alten Zuluftsystem sein könnte.

Aber trotzdem bin ich nach wie vor äußerst zufrieden mit dem Pallas Back!!!

Robert Müller
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Robert Müller » 29. Dez 2019, 16:09

Ich freue mich sehr, dass Sie von diesem Modell so begeistert sind.
Wir haben allerdings gegenteilige Erfahrungen gemacht, die ich hiermit teilen möchte:

Produkt: Austroflamm Pallas Back
Kaufpreis: 4000€

ASCHKASTEN (unpraktisch/zu klein):
- Der Aschekasten befindet sich INNERHALB der Brennkammer und ist somit NICHT von außen zu erreichen, d.h. der Aschekasten (falls voll und/oder der Ofen schlecht brennt) kann im Betrieb (wie bei anderen Öfen gängig) nicht gewechselt werden. Es ist zudem nicht möglich, den Aschkasten zu entleeren ohne dass Asche vor den Ofen fällt, d.h. man muss IMMER saugen bei jeder (Entleer)Aktion.

- Der Aschekasten ist zudem viel zu klein, d.h. bereits nach zwei Ofenladungen (Brennkammer 2x mit je 4-5 Klötzern Holz gefüllt) ist der Aschkasten schon wieder voll

- Das Aschgitter (hängt über Aschkasten) rauszunehmen ist nur kompliziert zu handhaben mit einem zusätzlichen Haken. Hierbei muss das Gitter angehoben werden, wobei neben und unter der Aschkasten Asche drinbleibt, die daneben fällt. Hierfür musste ich mir eigens eine kleine Schaufel basteln, da man die sonstige Asche nicht entfernen kann.

BRENNKAMMER:
- Die Decke der Brennkammer verläuft (anstatt nach hinten) schräg nach vorne, d.h. sobald sich Rauch im Ofen befindet (zwangsläufig, wenn etwas brennt) steigt dieser einem (auch bei nur kurzem Öffnen der Tür) beim Nachlegen stets ins Gesicht/in den Raum. Der Rauch flüchtet also sofort in den Raum, d.h. man muss stets lüften, weil es gar nicht geht, den Rauchaustritt zu verhindern, wenn man nachlegen möchte. Nachlegen funktioniert nur, sobald sich nur noch Glut (weniger Rauch) in der Brennkammer befindet. Sollte der Ofen nicht ordentlich anfeuern und man will dies (nachträglich) regeln, hat man ein problem und kann entweder nicht (mehr) eingreifen oder muss zwangläufig den Rauchaustritt in den Wohn/Zimmerbereich und/oder die Durchlüftung/Kühlung des Zimmers in Kauf nehmen. Dies ist eine absolute Fehlkonstruktion und ein weiteres Manko dieses teuren Ofens.

BRENNEIGENSCHAFTEN/LÜFTUNG:
- Die Lüftung (des Ofens) ist nur in 2 Stufen regelbar (entweder auf oder zu), wobei die Klappe (an der Hinterseite nicht sichtbar) schwer zu regeln ist, sodass das Feuer 25% oder 75% Luftzufuhr bekommt

OFENTÜR:
- Die Ofentür besitzt keine Klemm/Sperrmechanismus und muss somit (beim Beladen des Ofens) manuell (mit der dritten Hand?) aufgehalten werden. Ich behelfe mir mittels einem eingespannten/geklemmten sperrigen Stock, der jedoch auf die Glasscheibe drückt. Die Tür fällt jedoch ansonsten stetig automatisch zu. Beim Aufhalten kommt man zudem zwangsläufig in Kontakt mit der verrußten Türinnenseite.

EXTRAS:
- Allein der Schubkasten (zur Lagerung von max.vier Holzklötzen), den man unter dem Ofen dazukaufen kann, hat einen stattlichen Preis von 500€ (was unverschämt ist).

- Der Backbereich dient lediglich der Show und ist nicht zu gebrauchen (ergo sein Geld nicht wert), da die Hitze lediglich vom Unterblech ausgeht. Es ist keine Umluft gegeben, was den Effekt hat, dass alles, was man hier reinschiebt, von unten anbrennt während der obere Bereich ungebacken bleibt. (zum Bsp. wird Pizza von unten schwarz während der Käse oben kaum zerläuft.) Völlig unbrauchbar als Backofen.

PREIS/LEISTUNG:
- Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass es wesentlich kostengünstigere Öfen ohne diese Mankos gibt, die anstatt 4 K Euro nur 1,5 K Euro kosten und dies ist wahrlich ärgerlich.

FAZIT:
Der Ofen besitzt in den Bereichen Brennkammer, Brennqualität, Handling nicht einmal die gängien, bewährten Eigenschaften und ist eine absolute Fehlkonstruktion. Es wird der erste und letzte Ofen dieser Art der Marke Austroflamm sein, denn dieses Produkt hinterlässt m.A.n. wahrlich einen komplizierten, umständlichen, ineffizienten und ärgerproduzierenden Eindruck.

Wir waren neu in der Thematik Ofenkauf, und waren uns vielen Dingen vorab nicht bewusst. Nach einem Jahr praktische Erfahrung mit diesem Produkt heißt es: für uns aus genannten Gründen NIE WIEDER Austroflamm!!!

Vielleicht kann diese Rezension zukünftige Interessen zu einer Reflektion bewegen, damit unsere Fehler vermieden werden.

Emsländer
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Emsländer » 2. Feb 2020, 12:39

Hallo Paddy,

jetzt ist mir auch der Zug gerissen, der die Lüftungsklappe steuert. Glücklicherweise direkt am Hebel, ich konnte den Zug nachsetzen, er funktioniert wieder. Die Klappe lässt sich aber nicht mehr ganz schließen, also klopfe ich an der Rückseite die Klappe in die gewünschte Stellung. Im Sommer muss der Zug getauscht werden.
Die aktuelle Umlenkplatte ist immer noch rissfrei.

@ Robert Müller: Mein Pallas Back hat weder Aschekasten noch Aschegitter. Ich nehme die Asche alle drei Wochen (bei täglichem Betrieb) mit einer kleinen Schaufel heraus. Dabei kann schon mal etwas Asche vor den Ofen fallen, aber das finde ich nicht tragisch.
Ja, es tritt Rauch aus, wenn man bei brennendem Holz die Ofentür öffnet. Leider haben das alle Öfen mit der aktuellen Brenntechnik. Man muss warten, bis nur noch Grundglut vorhanden ist. Wenn das Feuer mal nicht richtig brennen will, öffne ich die Lüftungsklappe und auch die die Ofentür. Ich lasse die Ofentür anliegen, ohne sie mit dem Hebel zu verschließen. Meistens reicht das aus, um das Feuer anzufachen.
Die Ofentür darf keine Klemmvorrichtung haben, BIMSCH II oder so besagt, dass die Tür sich selbständig schließen muss.
Die Schublade habe ich nicht gekauft, viel zu teuer.
Und ja, der Pallas Back ist eine Zicke. Wenn man aber macht was er will, hat man sowas wie ein tolles Lagerfeuer. In welchen Ofen kann man schon 50 cm lange Holzscheite werfen?
Gruß
Gerd

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