Kaminofen Austroflamm Pallas Back

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Moderator: ScarlettOHara

romantik55
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Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von romantik55 » 16. Nov 2011, 10:20

Hallo und Guten Tag,
wir wollen uns einen Kaminofen zulegen und haben nun den Pallas Back von der Firma Austroflamm ins Auge gefasst, da er uns zunächst mal von der Leistung, der Optik und wegen des Backfachs zusagt und auch von der Verarbeitung auf den ersten Blick auf uns solide wirkt. Leider findet man sonst wenig Informationen v. a. über Qualität, Verbrennung...v. a. würde uns interessieren was von der Feuerraumauskleidung, dem Keramott zu halten ist und natürlich auch was sonst noch wichtig wäre zu wissen. Ich hoffe, hier hat vielleicht jemand Erfahrung mit diesem Modell und kann uns mit ein paar Hinweisen weiterhelfen.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
L. G.

fschwengsbier
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von fschwengsbier » 19. Dez 2011, 01:29

Moin,
wir haben seit August 2011 einen Pallas Back in Betrieb. Vorab schonmal: Geiles Teil!

Unsere Erwartung an den Ofen haben sich erfüllt. Im Backfach kann es 200++ Grad heiß werden, was bisher alles gar bekommen hat. Zum Kochen mit Töpfen empfiehlt es sich Ganz-Metall-Töpfe zu verwenden und das Einlegeblech herauszunehmen. Die Platten oben werden nicht so heiß das es zum Kochen reicht, aber zum Garen langt es immer. Das kann aber auch daran liegen das wir den hinteren Rauchabgang verwenden.

Das Keramot sieht viel besser aus als Schamott und wenn der Ofen richtig Feuer kriegt wird es fast weiß. Mal sehen wie lange es hält.

Den Verschluß vom Backfach habe ich mit Kupferpaste geschmiert weil der zu schwer aufging. Den Riegel der Feuerraumtür habe ich auch mit Kupferpaste geschmiert weil der quietschte. Peanuts.

Zum Verbrauch habe ich keinen Vergleich. Einen 2 Kilo Scheit zieht er in ca. 45min durch. Viel, Wenig, Normal???

In der nächsten Saison wollen wir das Heat Memory System nachrüsten, damit der Ofen länger Wärme abstrahlt. Briketts verlängern auch die Dauer der Wärmeabgabe machen aber leider viel Sand in die Asche und sind ja auch CO mäßig umstritten.

mfg
Frank

macmoto
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von macmoto » 2. Mär 2014, 14:00

Hallo,

wir haben den Ofen jetzt den zweiten Winter. Wir sind nicht so ganz überzeugt. Wir haben gleich das Wärmepaket mit geordert, aber die beworbenen 8 Stunden Wärmeabgabe sind bei weitem nicht drin. Nach 5 Stunden ist er noch handwarm. Bedingt durch diese Wärmespeicher heißt er natürlich etwas träge.

Mit einfachem Holz (Kiefer, Fichte...) verrußt die Scheibe auch recht schnell, mit etwas energiereichem ist es besser. Ob das bei anderen anders ist, wissen wir nicht. Mit Ahorn kommt das Backfach jedenfalls auch auf über 200°C. Wofür der kleine Schiebe-Drehregler im Backfach ist, habe ich noch nicht raus gefunden.

Eric

Emsländer
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Emsländer » 5. Mär 2014, 08:09

Hallo,

nachdem unser Baumarktofen 22 Jahre lang ca 12-14 RM Nadelholz pro Jahr verfeuert und dann allmählich das Zeitliche gesegnet hat, haben wir uns für den Pallas Back entschieden. Die Form, Heizleistung und der große Brennraum waren kaufentscheidend. Wir heizen jetzt im zweiten Winter mit dem Ofen.
Man sagte uns zwar, dass die Heiztechnik der neuen Öfen etwas gewöhnungsbedürftig sei, aber es hat doch eine Weile gedauert, sich mit ihm anzufreunden. Nadelholz ist für mich einfach zu beschaffen und soll als Hauptbrennmaterial dienen. Leider erzeugt Nadelholz nicht so eine starke und langanhaltende Grundglut wie Laubholz. Also muss man den genauen Zeitpunkt bei der Glut erwischen, der zwischen „fast Ausgehen“ und „noch Brennen“ liegt. Wenn nicht, entflammt das nachgelegte Holz nicht recht oder es raucht in den Wohnraum.
Anders sieht es mit Laubholz wie zB Eiche aus. Man kann den Ofen mit vier Stück Eiche (zwei längs, zwei quer) und Eichenanmachholz problemlos starten. Das Glutbett ist groß und langanhaltend. 250°C im Backfach nach dem ersten Abbrand sind keine Seltenheit. Den Luftregler stelle ich schon nach wenigen Minuten von + auf Mitte, also Betrieb ohne Primärluft von unten. Zum Nachlegen gehe ich nicht zurück auf +, nach meiner Erfahrung tritt dann nämlich eher Rauch aus.
Mittlerweile komme ich auch mit Nadelholz gut zurecht. Grundsätzlich gilt für den Pallas Back: Lieber ein Stück Holz mehr auflegen als mit zwei kleinen Stückchen, die auch noch nebeneinander und nicht übereinander liegen, rumkokeln. Dann brennt auch die Scheibe frei.
Brot backen geht auch, man muss nur die Temperatur um ca 150 Grad halten. Hier ist Übung gefordert.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Der Ofen heizt sehr gut, der große Brennraum, in dem 50 cm Stücke locker Platz haben, bietet echte Lagerfeuerromantik, und man kann Backen und Garen. Auf das Heat Memory System haben wir verzichtet. Ich denke, die Wände dienen als Wärmespeicher über Nacht. Es ist morgens immer noch warm in Wohnzimmer/Küche (zusammen 55 m², offene Zwischentür).

Emsländer

jodu
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von jodu » 6. Okt 2014, 16:55

Hallo Emsländer,
bist Du immer noch zufrieden mit Deinem Pallas?
Sicher hast Du über den Sommer nicht viel gebrannt damit, oder?
Hast Du oben noch das Blech drin, oder schon einen Stein bzw. eine Platte.

Wir haben Seit 25 Jahren einen Dan Scan und sind eigentlich sehr zufrieden. Im Backfach schaffe ich (mit eingehängter Klappe) auch mit vollem Einsatz die 250 Grad für eine Pizza. Natürlich ist Übung erforderlich.
In diesem Jahr habe ich die Schamotte der Brennkammer ernneurt - also wie Neu.
Brot backen bei 150 Grad??? Vielleicht ein Kürbisbrot.

Für meine Roggensauerteigbrot starte ich (im E-Herd) bei 250 und laß dann langsam auf 200 abfallen. Hätte Sorge, das das Fach dafür zu niedrig ist und mir das Brot oben verbrennt.


NUR man möchte ja mal etwas neues, und das Backfach in der Größe reizt mich schon. Habe nur Sorge das mehr Holz durch den Ofen geht. Wie teuer ist eine neue Brennkammerauskleidung mit den 8, oder waren es 9 Einzelteilen?

Wäre der Ofen eine Idee höher, dann glaube ich hätten wir ihn schon gekauft. So ist er halt nur gut 3 cm höher als unser jetziger Dan Scan mit auch 9 kw.

Über jede weitere Info zu dem Ofen würde ich mich sehr freuen. Klappt das Kochen oben auf den Platten wirklich nicht? Bei unser würde das Ofenrohr auch nach oben abgehen.
Wenn den Ofen jemannd im Bereich zwischen Bremen und Oldenbug hat, dann würde ich schon gern mal sehen wie er brennt. Das Video sagt mir nicht so besonders viel.
Wenn ich meinen Ofen ganz schließe, dann geht er fast aus - zu mindest von der Flamme her. Die Verbrennung ist das sicher nicht mer der Hit, aber das Halz braucht lange bis es auf ist.

Vielen Dank.

macmoto
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von macmoto » 6. Okt 2014, 17:06

Hallo,

ich habe auch den Pallas Back. Von Auskleidungen im Backraum habe ich noch nichts gehört. Wir haben die Feststeine außen unter der Verkleidung. Wir verheizen bisher seit zwei Jahren noch alte Kiefer und Pappelreste, da erreichen die Temperaturen im Ofen knapp 180°, ein paar Scheite Hartholz haben sie aber auch schon locker auf 250° bekommen. Dabei habe ich die Platten oben allerdings noch nicht getestet. Man sollte allerdings bedenken, daß bei solchem Feuern natürlich auch die Umgebung entsprechend warm wird, da kocht nicht nur das Essen....

Eric

jodu
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von jodu » 6. Okt 2014, 20:34

Hallo noch mal,
vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt.
Es interessierten mich die Preise und auch die Anfälligkeit vom Keramott: (sie Ersatzteilliste)
http://www.krby-krbovevlozky.sk/pdf/austroflamm/PallasBack_navod.pdf
Gruß Jörg

macmoto
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von macmoto » 6. Okt 2014, 22:03

Keramott funktioniert gut, so wie es der ansonsten der Schamott tut. Es ist allerdings im Brennraum verbaut. Es ist ein sehr dichter weißer gepreßter Stein. Es hat soweit ich es verstehe ursächlich nichts mit dem Backen und Brennen zu tun.

Es gibt aber außerhalb dieser Ersatzteillisten noch diese Speichersteine für außen unter der Blechverkleidung, die noch einmal locker 150kg auf das Gewicht addieren, und die die Wärme speichern (wenn auch nicht für die propagierten 8 Stunden).

Eric

jodu
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von jodu » 7. Okt 2014, 16:15

macmoto schrieb:
-------------------------------------------------------
> Keramott funktioniert gut, ........Speichersteine........ (wenn auch nicht für die propagierten 8
> Stunden).
>
> Eric


Weiß jemand was eine komplette Keramotterneuerung der einzelnen Teile kosten würde. Sicher sind sie um einiges teurer als normale Scharmottsteine.
Vor allem gibt es einen nötigen Keramottsatz auch noch in 20 Jahren? (so wie ich jetzt nach 25 Jahren meine Scharmotte "einfach" im DanScan erneuern konnte).

Emsländer
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Re: Kaminofen Austroflamm Pallas Back

Beitrag von Emsländer » 20. Okt 2014, 18:55

Hallo Jodu,

ja, bin immer mehr zufrieden mit dem Ofen, er brennt einfach klasse. Allerdings ist er auch eine zickige Diva, aber wenn man ihn entsprechend behandelt, wird man belohnt. Zickig deshalb, weil er einfach nicht so zu befeuern ist wie man es von den früheren Öfen mit der alten Brenntechnik gewohnt ist: also zu jeder Zeit Klappe auf, Holz rein und fertig. Mit den neuen Öfen muss man bis zur Grundglut warten, sonst raucht es in den Wohnraum. Wir nutzen den Ofen quasi als Alleinheizung (nur ein Heizkörper im Bad ist in Betrieb), also muss man schon darauf achten, wann man wieviel Holz nachlegt um eine konstante Temperatur im Haus zu haben. Aber wie schon erwähnt geht das mit Hartholz wegen der langanhaltenden Grundglut recht einfach, Nadelholz ist schwieriger.
Vorteilhaft ist dafür, dass die Aschelade nicht jeden dritten Tag gelehrt werden muss, ich nehme ca. einmal pro Monat die Asche heraus. Auch das Anzünden ist super, unten werden die großen und oben die kleinen Stücke aufgelegt. Das Feuer brennt sehr schön und mit geringen Emissionen von oben nach unten. Ich brauche nicht einmal mehr Anzündhilfen, nur noch ein langes Streichholz.
Ich habe den Ofen in erster Linie zum Heizen, nur selten wärme ich Speisen an oder backe Brot.
In meiner Familie existiert aber noch ein zweiter Pallas Back, der dort häufig zum Backen und Garen verwendet wird. Brot backen ist dort kein Problem, im Backfach kann auch gekocht werden (Vorsicht dann allerdings mit Verschmutzung des Backfachs).
Richtig Kochen geht auf den Platten nicht gut, aber zum Garen reicht es allemal. Der Teekessel fängt nach ca. einer Stunde an zu pfeifen. Nach der jährlichen Reinigung, wenn der Ruß unter den Kochplatten entfernt wurde, geben diese wieder mehr Hitze ab.
Das Keramott wird beim Anzünden des Feuers schwarz und brennt sich dann wieder weiß. Der Ofenbauer sagte beim Aufstellen, dass er noch keinen Ofen ohne Risse im Keramott gesehen hätte. Bei meinem sieht man jetzt im dritten Jahr in der Umlenkplatte kleine Haarrisse, aber solange nichts rausfällt ist es ok. Schamott reißt auch irgendwann.
Neue Platten sind nicht billig:

http://shop.akzentro.de/oefen/ersatzteile/austroflamm-ersatzteile/pallas-_-pallas-back/index.htm

Vieles kann man zwar beschreiben, aber ein Blick in den brennenden Ofen sagt doch mehr als tausend Worte.

P.S.: Sollte der Link nicht erlaubt sein, bitte löschen.

Emsländer

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