Kaminofen Erfahrungen

Alle allgemeinen Themen rund um Kamine und Öfen.

Moderator: ScarlettOHara

MIJOFL
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Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von MIJOFL » 1. Mai 2021, 18:42

Ich habe bereits 3 Kaminöfen in meinem Büro betrieben.
Der Dritte fliegt nun auch raus. Die Heizleistungen aller drei Kaminöfen waren sehr gut.
Nun kommen das ABER und mein Fazit:
Alle drei Öfen waren Schmuddelöfen, d.h., sie haben wesentlich zur Raumverschmutzung beim Brennstoff nachlegen und bei der Aschereiningung beigetragen. Gerade diese wichtigen Parameter werden bei allen „Ofentests“ nicht berücksichtig.
Weiterhin musste bei allen Öfen die Schamotte erneuert werden. Der letzte war besonders anfällig, da Weichschamotte. :evil: Wenn an der hinteren vertikalen Schamotte Luftzufuhrlöcher sind, wird diese Schamotte nach wenigen Betriebsstunden des
Ofens horizontal einen unschönen Riss erhalten. Die Anordnung der Löcher ist eine Art „Sollbruchstelle“. Mein Tipp: vor Erneuerung mit Flex horizontal ca. 3 mm einen Schnitt anlegen. Man bekommt dann wenigstens einen „geraden Riss“, der sicher kommt!
Richtig wäre eine konstruktive Trennung der Schamotte in horizontalen Ebenen durch den Hersteller. Aber der Ersatzteilhandel muss florieren.
Zudem hatte dieser keinen Rüttelrost.
Die Asche konnte nur mit einem Flachpinsel in den Aschekasten durch den Miniaturrost gefegt werden.
Der Brennraum war beim letzten Ofen sehr flach und schloss in der Ebene fast mit dem unteren Türrahmen ab, was bedeutet: Asche flog beim Öffnen der Ofentür immer raus.

Was ist meine Lektion daraus:
Traue keinen der Testberichte, unbedingt genauestens sachkundig machen.

Mein nächster Kaminofen hat u.a. eine separate Aschekastentür (also zwei Türen), der Aschekasten sollte eine dem Heizverhalten geeignete Größe haben.
Scheibenspühlung, getrennt regelbaren Primär- und Sekundärluftzufuhr unbedingt bei Kaminöfen. Die Feuermulde muss etwas tiefer unter der unteren Feueröffnung liegen. Mindestens 8 cm . Ein Rüttelrost empfehle ich unbedingt.
Ein Rüttelrost sollte ohne dem Öffnen der Feuerraumtür betätigt werden können.
Der komplette Brennraumeinsatz sollte aus Gusseisen bestehen, oder die Wandverkleidungen aus sehr haltbaren Material. Schamottewechsel ist teuer.
Der Ofen sollte unbedingt den neusten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Es dauert, bis man so einen Kaminofen findet. Aber sie gibt es!

Linda_S10
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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von Linda_S10 » 3. Mai 2021, 11:11

Vielen Dank für den Beitrag!
Ich besitze selbst einen Kaminofen zu Hause und kann dem Punk nur zustimmen, dass man nur eine Freude an dem Gerät hat, wenn nicht jedes Mal beim Feuerholz nachlegen das Wohnzimmer geputzt werden muss...
Dem Tipp mit der separaten Aschekastentür kann ich nur voll und ganz bestätigen! Damit spart man sich wirklich viel Dreck. Bei meinem Modell ist zwar die Größe des Aschekastens nicht ganz zufriedenstellend, aber damit kann ich noch leben.

Wirklich ein sehr guter Beitrag, der auf jeden Fall um einiges informativer ist, als so manche Beiträge im Netz.
MIJOFL hat geschrieben:
1. Mai 2021, 18:42
Ich habe bereits 3 Kaminöfen in meinem Büro betrieben.
Der Dritte fliegt nun auch raus. Die Heizleistungen aller drei Kaminöfen waren sehr gut.
Nun kommen das ABER und mein Fazit:
Alle drei Öfen waren Schmuddelöfen, d.h., sie haben wesentlich zur Raumverschmutzung beim Brennstoff nachlegen und bei der Aschereiningung beigetragen. Gerade diese wichtigen Parameter werden bei allen „Ofentests“ nicht berücksichtig.
Weiterhin musste bei allen Öfen die Schamotte erneuert werden. Der letzte war besonders anfällig, da Weichschamotte. :evil: Wenn an der hinteren vertikalen Schamotte Luftzufuhrlöcher sind, wird diese Schamotte nach wenigen Betriebsstunden des
Ofens horizontal einen unschönen Riss erhalten. Die Anordnung der Löcher ist eine Art „Sollbruchstelle“. Mein Tipp: vor Erneuerung mit Flex horizontal ca. 3 mm einen Schnitt anlegen. Man bekommt dann wenigstens einen „geraden Riss“, der sicher kommt!
Richtig wäre eine konstruktive Trennung der Schamotte in horizontalen Ebenen durch den Hersteller. Aber der Ersatzteilhandel muss florieren.
Zudem hatte dieser keinen Rüttelrost.
Die Asche konnte nur mit einem Flachpinsel in den Aschekasten durch den Miniaturrost gefegt werden.
Der Brennraum war beim letzten Ofen sehr flach und schloss in der Ebene fast mit dem unteren Türrahmen ab, was bedeutet: Asche flog beim Öffnen der Ofentür immer raus.

Was ist meine Lektion daraus:
Traue keinen der Testberichte, unbedingt genauestens sachkundig machen.

Mein nächster Kaminofen hat u.a. eine separate Aschekastentür (also zwei Türen), der Aschekasten sollte eine dem Heizverhalten geeignete Größe haben.
Scheibenspühlung, getrennt regelbaren Primär- und Sekundärluftzufuhr unbedingt bei Kaminöfen. Die Feuermulde muss etwas tiefer unter der unteren Feueröffnung liegen. Mindestens 8 cm . Ein Rüttelrost empfehle ich unbedingt.
Ein Rüttelrost sollte ohne dem Öffnen der Feuerraumtür betätigt werden können.
Der komplette Brennraumeinsatz sollte aus Gusseisen bestehen, oder die Wandverkleidungen aus sehr haltbaren Material. Schamottewechsel ist teuer.
Der Ofen sollte unbedingt den neusten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
Es dauert, bis man so einen Kaminofen findet. Aber sie gibt es!

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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 5. Mai 2021, 11:04

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Viele Kaminöfen sind technische Fehlkonstruktionen.
Miniascheschubladen, Feuerungsräume für Holzstücke bis max. 25 cm Länge.
Glasscheiben die schlecht eingesetzt sind, wo Spannungsrisse vorprogrammiert sind.
Aber wie bei vielen anderen Produkten geht es heute beim Kaminofen um Optik und Design. Und bei den Ofenherstellern wimmelt es von Marketingsprüchen. Halt alles Propaganda. PR Publik Relation.
Leider verwenden immer mehr Hersteller Vermiculiteplatten, statt Schamottesteine. Schamotteformsteine die es nur in einem Ofen gibt und nur über den Hersteller zu bekommen sind, sind oft sehr teuer.
Öfen die über einfache, rechteckige Schamottesteine verfügen sollte man bevorzugen. Aber wie überall in der Technik gibt es Qualitätsunterschiede bei Schamottesteinen und auch bei Vermiculite.
Öfen mit gebogenen, runden Scheiben mögen vielleicht optisch schöner aussehen. Fragen Sie doch mal den Verkäufer VOR dem Kauf des Ofens, was eine neue Glasscheibe kostet. Da werden Sie staunen. Bis zu 500 € für gebogene, runde Scheiben werden teilweise verlangt.
Gerade Scheiben bekommt man im Internethandel sehr günstig. Meist preiswerter als die „ Originalscheibe“ vom Hersteller. Dazu muß man wissen das kein Ofenhersteller selber Glasscheiben herstellt. Der größte Hersteller in Deutschland ist Schott Glas in Mainz. Die beliefern viele Ofenhersteller. Und viele Glashändler( Glasereien) vor Ort haben auch hitzefestes Glas und schneiden Ihnen Ihr Maß zu.
Das man NUR einen neuen oder gebrauchten Ofen kauft der die heutigen Normen von Deutschland oder Österreich und der Schweiz erfüllt versteht sich von selbst.
Aber gerade die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen 1. BImSchV. von Deutschland war schon technisch veraltet als sie am 22. März 2010 in Kraft trat.
Nur einen Mindestwirkungsgrad von 73% für einen Kaminofen nach EN 13240 als Zeitbrandfeuerstätte ist ein Witz. Längst gibt es Kaminöfen die bis zu 89 % haben. Österreich beweist es ja mit seiner Norm 15a B-VG. Dort gilt seit dem 1. Januar 2015 ein Mindestwirkungsgrad von 80%
Aber wer einen besonders guten Ofen kaufen will der kauft einen der das Deutsche Umweltzeichen der blaue Engel hat. Das wird seit dem 1. Januar 2020 vergeben. Noch gibt es aber fast keine Kaminöfen mit dem Blauen Engel.
Gussteile als Feuerraumauskleidung werden fast nicht mehr verwendet.
Diese halten zu lange und man kann als Hersteller und Händler nicht mehr verdienen am Ersatzteilverkauf. After Sale heißt dieses Geschäft heute in der Wirtschaft.
Da die Magen der Hersteller und Händler weniger werden, versucht es die Wirtschaft über After Sale. Zu Deutsch Nach dem Kauf.

MfG Dieter Klaucke

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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von Schwarzmann » 7. Mai 2021, 01:46

Ja genau. Nur: wieviele Ofenscheiben gehen denn kaputt ?? Natürlich bestimmungsgemäße Verwendung gemäß PFLICHT-Einweisung durch einen Schornsteinfeger vorrausgesetzt! Sinds 1 oder gar satte 2 % ?

Ob ein Hersteller nun Vermikulite oder Schamotte im Feuerraum verwendet ist KEIN Qualitätsmerkmal, sondern lediglich eine Unterscheidung. Jedes Material hat seine Vorzüge oder Besonderheiten, so wie der eine auf Gußeisen oder der andere auf Sonder-Spezial-Stahl mit Werkstofnummer XVY-1234 steht oder einer/eine ein grünes oder blaues Auto fährt, weil ihm/ihr halt DAS so gefällt.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

Bild
https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 7. Mai 2021, 10:32

Ob ein Hersteller nun Vermikulite oder Schamotte im Feuerraum verwendet ist KEIN Qualitätsmerkmal, sondern lediglich eine Unterscheidung. Jedes Material hat seine Vorzüge oder Besonderheiten, so wie der eine auf Gußeisen oder der andere auf Sonder-Spezial-Stahl mit Werkstofnummer XVY-1234 steht oder einer/eine ein grünes oder blaues Auto fährt, weil ihm/ihr halt DAS so gefällt.
Guten Tag schwarzmann
Diese Aussage beruht auf nicht fundierten Kenntnissen zu Werkstoffen.
Es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede bei Vermiculiteplatten und Schamottesteinen. Schamottesteine werden z.B. in unterschiedlichen Festigkeitsstufen und Temperaturklassen hergestellt. Schamottesteine in einem Hochofen der Stahlindustrie müssen wesentlich höhere Temperaturen aushalten als in einem Kaminofen.
Als Beispiel:
Ich habe bei der Restaurierung von antiken Öfen keine Vermiculiteplatten verwendet , sondern Schamottesteine mit einer hohen Festigkeit und bis 1.500 C° hitzefest.
Die Firma Westbo aus Schweden hat Anfangs 2010-2013 in dem Ofen Westbo Classic Vermiculiteplatten von sehr schlechter Qualität verwendet. Erst auf meinen massiven Eingriff haben die umgestellt auf Schamottesteine,. Folge dieser schlechten Vermiculiteplatte. Nur ich habe im Rahmen der Sachmängelhaftung bei 25 Westbo Classic Öfen die Vermiculiteplatten gegen Schamottesteine ausgetauscht. Das hat der Firma Westbo pro Ofen 300 € gekostet. Hätte man vermeiden können. Wenn man von Anfang an Schamottesteine verwendet hätte. Die Aschenschublade bei diesem Ofen ist aus Schwarzblech. Das ist Schrott ab Werk. Habe ich neu gebaut aus verzinkten Blech. Große Aschenschubladen habe ich aus 2 mm Wärmefesten Stahl gebaut. Das macht kein Ofenhersteller
Der Mittelholm in der Seite Ihres Autos ist aus einem anderen Metall/ Blech als z.B. der Kofferraumdeckel.
Warum? Weil der Mittelholm im Falle eines Seitenaufprall schützen soll.
Ein Hersteller kann also Werkstoffe verwenden, die dazu führen das das Produkt länger hält, weniger verschleißt oder beim Beispiel Auto, das das Auto im Euro-NSAP-Crashtest 5 Sterne erreicht und somit sicherer ist.
Fazit: Ofenhersteller können Qualitativ hochwertige Öfen bauen auf die sie dann auch ohne Probleme 5-10 Jahre Garantie geben können.
Auch auf Verschleißteile kann ein Hersteller eine Garantie geben Aber nicht auf den Verschleiß eines Teils.. Aber der Händler eines Produkts muss aber eine gesetzliche Sachmängelhaftung auf ein Produkt geben. Auch auf Verschleißteile. Aber nicht auf den Verschleiß des Teils. Das sind aber juristische Feinheiten. Die die Mehrheit der Menschen leider nicht verstehen.

MfG Dieter Klaucke

Schwarzmann
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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von Schwarzmann » 8. Mai 2021, 02:23


...weil sie sich in den allermeisten Fällen auch gar nicht auswirken!


Ein Kaminofen muss keinen Crashtest bestehen und 24/7/35-Betrieb haben die auch nicht. Wie Sie selbst dargestellt haben, gibt es Unterschiede beim Schamott und Unterschiede beim Vermikulite, dito bei den Stählen. Wir alle wissen, wenn ein Teil besonders gut ist, dann fällt eben ein anderes weniger gutes aus. Das ist beim Ofen genauso wie beim Auto. Auch wird kein Ofenhersteller einem Kaufinteressenten Auskunft über die genaue Stahlsorte oder Qualität des Brennraum-Materials geben. Somit ist dieser Betrachtungspunkt schlichtweg unbrauchbar also UNSINNIG.

Auch hat eine Verzinkung keinen Einfluss auf die mechanische Belastbarkeit bei einer Ascheschublade ggü Schwarzblech, auch ist die Rostgefahr für ein nicht-rostgeschütztes Blech in einem Ofen der ohnehin im gleichmäßig temperierten Wohnbereich steht nahezu null. Selbst WENN eine Ascheschublade Rost ansetzen würde, juckt das keinen normalen Menschen denn NIEMAND stelllt sich diese auf den Esstisch um ihn vor allem den interessierten Gästen zu präsentieren.

Ihre Ausführungen sind umfangreich, informativ und eine gewisse Bereicherung, aber erzeugen leider trotzdem keine wirkliche Wert- oder Qualitätssteigerung bei den Feuerstätten. Vieles ist meist praxisfremd oder überzogen wie eine Innenvergoldung von Motorkolben. Oder ist genauso bescheuert die diese Vollidioten (meist in USA) die an ihre Motorhaube/Kühlerbereich einen sogenannten "Bra" anbringen. Fahren dann die ganze Zeit mit einem verschandelten Auto rum, NUR um beim Wiederverkauf in dem vom Bra abgedeckten Bereich keine Steinschläge vorweisen zu können - wenn nicht grad DER aber im abgedeckten Bereich Scheuerstellen erzeugt hat, die ebenfalls den Lack schädigen UND ohnehin der Rest des ganzen Fahrzeugs nunmal Nutzungs-üblich Gebrauchs- und Verschleißspuren zeigt. Denn dann müsste man ja konsequenterweise das gesamte Fahrzeug mit solch einem Vollverkleidungs-Scheißdreck voll-verkleiden, ebenso die Bestuhlung innen mit (am besten doppelter) Schutzfolie überziehen. Ich denke jeder normale Mensch hat sich hier längst an den Kopf gefasst und wohl auch die Parallelen gezogen. Übertriebenes Qualitätsstreben ist oftmals unwirtschaftlich und Über-Fürsorge sehr oft einfach zum-an-den-Kopf-fassen = DUMMHEIT.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 10. Mai 2021, 17:53

Guten Tag schwarzmann,
das mit dem Auto ist nur ein Beispiel. Man bezeichnet so etwas auch als Gleichnis. Wenn ich ein gebrauchtes oder neues Auto kaufe, also nicht lease ist es wichtig zu wissen. Ist die Karosserie verzinkt, teilverzinkt oder überhaupt nicht verzinkt. Auch will ich wissen hat der Motor eine Steuerkette oder einen Zahnriemen und welche Inspektionsinterwalle sind erforderlich. Davon hängt die Lebensdauer eines Produktes ab und die Kosten für die Wartung.
Als Kunde/ Käufer habe ich sogar das Recht zu wissen aus welchem Material ein Produkt besteht. Das regelt z.B. in der EU die Verbraucherrechterichtlinie und das SAP Stammdaten global im GS1 GDSN® austauschen für Lebensmittel.
In Holzasche und insbesondere in Kohleasche ist Schwefel enthalten. Der Schwefel sorgt dafür dass ein Schwarzblech einer Aschenschublade schneller rostet
Der Schwedische Ofen Westbo Classic kostet neu 4.000 €. Und als Verbraucher erwarte ich das in einem Ofen der 4.000 € kostet keine Aschenschublade aus Schwarzblech ist.
Man würde es auch nicht akzeptieren, wenn die Motorhaube eines Auto von Innen nicht lackiert ist wenn sie aus Schwarzblech ist.
Da könnte der Hersteller oder Verkäufer ja argumentieren. Sehen sie ja nicht, weil die Motorhaube fast immer zu ist.
Ich erkläre Qualität mal an dem Beispiel des Westbo Classic Ofen.
Als dieser Ofen um 2010 auf dem deutschen Markt angeboten wurde hatte der Ofen erhebliche Qualitätsmängel.
Die Gussteile werden alle in China hergestellt.
Anfangs war das eine sehr schlechte Gussqualität. Löcher im Gusseisen. Schleifspuren von der Flex. Unsauberer Guss. Wohlgemerkt für einen Ofen der Anfangs 3.700 € kostete.
Die Gussöfen von der Firma Clobe Fire, die auch in China gegossen werden. sind in bester Gussqualität. Kosten aber nur ¼ der Westbo Classic Öfen-
Die Vermiculitesteine wurden nur mit einer Klammer aus „ normalen „ Blech gehalten. KEIN BLECH AUS WÄRMEFESTEN STAHL
Schon nach sehr kurzer Zeit verzog sich diese Blechklammer . Resultat. Die Vermiculitesteine sind umgefallen. Die Blechröhren unten und oben waren aus Schwarzblech das nur von außen mit hitzefester Farbe lackiert war.
Insbesondere an den Kanten kam es schnell zur Rostbildung.
Die Naht dieser Blechröhre war verschraubt. So hat man das 1950 gemacht Heute gibt es aber Plasma und Laserschweißverfahren-
Als Händler bemängelte ich solche schlechte Qualität. Das ist eindeutig ein Sachmangel nach § 434 BGB. Und viele Kunden auch berechtigt.
Ich kritisiere aber nicht nur, sondern mache konstruktive Verbesserungsvorschläge.
Auf meinen Vorschlag wurden die emaillierten Bleche eingeführt. Gebaut werden diese Bleche in Deutschland bei Muldenthaler Emaillierwerk.
Die Nähte sind Plasmaverschweißt. So macht man das im 21. Jahrhundert.
Die Version der lackierten Schwarzbleche verkaufte ich nicht mehr
Ich baute diese 0,8 mm Bleche aus V4A und lackierte sie dann mit hitzefester Farbe. Das ist TOPQUALITÄT
2012 ersetzte Westbo dann die Vermiculiteplatten auf meinen Rat hin durch Schamottesteine. Aber auch hier wurde nicht die technisch beste Lösung verwendet
Da der Brennraum rund ist wurden die Schamottesteine nur lose in den Brennraum gestellt. Kennen Sie den Dominosteinefekt?
Fällt ein Stein um fallen alle um. So ist das auch beim Westbo Classic gewesen. Wo die Schamottesteine nur lose im Brennraum stehen. Meine Lösung: die Schamottesteine mit Schamottemörtel befestigen. 10 Minuten Mehrarbeit und 5 € Mehrkosten ergeben eine bessere Qualität.
Also schwarzmann
Wenn Sie ernsthaft der Meinung sind. das wäre keine wirkliche Wert- und Qualitätssteigerung. Dann benötigen Sie dringend eine Fortbildung
Um es mit Hanna Arendt zu sagen.
Was nützt Ihnen ihre Meinung, wenn Ihre Kenntnis nicht ausreicht um die Meinung zu begründen.

MfG Dieter Klaucke

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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 10. Mai 2021, 21:53

sicherer-ofenkauf.de hat geschrieben:
10. Mai 2021, 17:53
Guten Tag schwarzmann,
das mit dem Auto ist nur ein Beispiel. Man bezeichnet so etwas auch als Gleichnis. Wenn ich ein gebrauchtes oder neues Auto kaufe, also nicht lease ist es wichtig zu wissen. Ist die Karosserie verzinkt, teilverzinkt oder überhaupt nicht verzinkt. Auch will ich wissen hat der Motor eine Steuerkette oder einen Zahnriemen und welche Inspektionsinterwalle sind erforderlich. Davon hängt die Lebensdauer eines Produktes ab und die Kosten für die Wartung.
Als Kunde/ Käufer habe ich sogar das Recht zu wissen aus welchem Material ein Produkt besteht. Das regelt z.B. in der EU die Verbraucherrechterichtlinie und das SAP Stammdaten global im GS1 GDSN® austauschen für Lebensmittel.
In Holzasche und insbesondere in Kohleasche ist Schwefel enthalten. Der Schwefel sorgt dafür dass ein Schwarzblech einer Aschenschublade schneller rostet
Der Schwedische Ofen Westbo Classic kostet neu 4.000 €. Und als Verbraucher erwarte ich das in einem Ofen der 4.000 € kostet keine Aschenschublade aus Schwarzblech ist.
Man würde es auch nicht akzeptieren, wenn die Motorhaube eines Auto von Innen nicht lackiert ist wenn sie aus Schwarzblech ist.
Da könnte der Hersteller oder Verkäufer ja argumentieren. Sehen sie ja nicht, weil die Motorhaube fast immer zu ist.
Ich erkläre Qualität mal an dem Beispiel des Westbo Classic Ofen.
Als dieser Ofen um 2010 auf dem deutschen Markt angeboten wurde hatte der Ofen erhebliche Qualitätsmängel.
Die Gussteile werden alle in China hergestellt.
Anfangs war das eine sehr schlechte Gussqualität. Löcher im Gusseisen. Schleifspuren von der Flex. Unsauberer Guss. Wohlgemerkt für einen Ofen der Anfangs 3.700 € kostete.
Die Gussöfen von der Firma Clobe Fire, die auch in China gegossen werden. sind in bester Gussqualität. Kosten aber nur ¼ der Westbo Classic Öfen-
Die Vermiculitesteine wurden nur mit einer Klammer aus „ normalen „ Blech gehalten. KEIN BLECH AUS WÄRMEFESTEN STAHL
Schon nach sehr kurzer Zeit verzog sich diese Blechklammer . Resultat. Die Vermiculitesteine sind umgefallen. Die Blechröhren unten und oben waren aus Schwarzblech das nur von außen mit hitzefester Farbe lackiert war.
Insbesondere an den Kanten kam es schnell zur Rostbildung.
Die Naht dieser Blechröhre war verschraubt. So hat man das 1950 gemacht Heute gibt es aber Plasma und Laserschweißverfahren-
Als Händler bemängelte ich solche schlechte Qualität. Das ist eindeutig ein Sachmangel nach § 434 BGB. Und viele Kunden auch berechtigt.
Ich kritisiere aber nicht nur, sondern mache konstruktive Verbesserungsvorschläge.
Auf meinen Vorschlag wurden die emaillierten Bleche eingeführt. Gebaut werden diese Bleche in Deutschland bei Muldenthaler Emaillierwerk.
Die Nähte sind Plasmaverschweißt. So macht man das im 21. Jahrhundert.
Die Version der lackierten Schwarzbleche verkaufte ich nicht mehr
Ich baute diese 0,8 mm Bleche aus V4A und lackierte sie dann mit hitzefester Farbe. Das ist TOPQUALITÄT
2012 ersetzte Westbo dann die Vermiculiteplatten auf meinen Rat hin durch Schamottesteine. Aber auch hier wurde nicht die technisch beste Lösung verwendet
Da der Brennraum rund ist wurden die Schamottesteine nur lose in den Brennraum gestellt. Kennen Sie den Dominosteinefekt?
Fällt ein Stein um fallen alle um. So ist das auch beim Westbo Classic gewesen. Wo die Schamottesteine nur lose im Brennraum stehen. Meine Lösung: die Schamottesteine mit Schamottemörtel befestigen. 10 Minuten Mehrarbeit und 5 € Mehrkosten ergeben eine bessere Qualität.
Also schwarzmann
Wenn Sie ernsthaft der Meinung sind. das wäre keine wirkliche Wert- und Qualitätssteigerung. Dann benötigen Sie dringend eine Fortbildung
Um es mit Hanna Arendt zu sagen.
Was nützt Ihnen ihre Meinung, wenn Ihre Kenntnis nicht ausreicht um die Meinung zu begründen.
Das es auch mit TOP Qualität geht beweist die Schwedische Firma Davidssons. Sitzen im gleichen Ort wie Westbo nur 1.000 Meter auseinander.
Bei deren Öfen gibt es nichts zu bemängeln. Der Royal Viking ist von höchster Qualität. Die Gussteile werden in Polen gegossen.

MfG Dieter Klaucke

Schwarzmann
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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von Schwarzmann » 12. Mai 2021, 21:34

Ich habs natürlich ZWEIMAL gelesen....

Niemand, schon gar nicht ich , hat etwas gegen ANGEMESSENE Qualität. Nur gegen UNNÖTIGE. Aber DAS regelt eh der Markt.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

Bild
https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

MIJOFL
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Re: Kaminofen Erfahrungen

Beitrag von MIJOFL » 14. Mai 2021, 16:53

Hallo Kaminfreunde,

gleich ein Hinweis: geht eine Ofenscheibe zu Bruch, solltet ihr Kontakt mit euren Versicherungsvertreter aufnehmen. Bei einigen Versicherungen ist der Glasbruch der Ofenscheibe in der Glasbruchversicherung versichert.
In den Bedingungen muss stehen " jeglicher Glasbruch ist versichert", Ausschluss mutwillige Zerstörung.
Auch in der Wohngebäudeversicherung gibt es Versicherer, die auch den Schornsteinbrand durch Nutzfeuer einschließen!

:twisted: Vermiculite kann ich nur sagen: Kostet viel Geld und hält nicht lang!
Wer sich über Ersatzteilpreise und ggf. der Explosionszeichnung eines Kaminofens sachkundig machen will, im Internet in Suchmaschine z.B. Kaminofen Typ und Ersatzteile eingeben.

Ich muss feststellen, dass einige Kaminofentestvergleiche im Internet ( Veröffentlichung z.B. Printerzeugnisse), nach meiner Auffassung von Verkaufsoptionen durch die Hersteller gefördert werden.

Wie kann man z.B. bewerten: der Kaminofen hat einen Aschekasten :mrgreen: oder man solle die Asche aus dem Ofen mit einem Aschesauger entfernen :shock: ?
Der Tester weiß wohl nicht, was für eine Schweinigelei es ist, den Aschestaubsauger zu entleeren.
Aschestaubsauger ein bis 2x p.a. ist OK um den Feuerraum zu reinigen, oder Ruß aus der Schornsteinreinigungsklappe/tür nach Kaminreinigung zu entfernen.

Mein neuer Kaminofen steht nun fast fest, warte noch auf eine Auskunft vom Herststeller. Habe drei gefunden , die meinen Erfahrungen und Wünschen entsprechen.


MIJOFL

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