Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

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Moderator: ScarlettOHara

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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 26. Aug 2017, 07:21

Hunderte Kaminöfen von div. Herstellern , die Zeitbrandfeuerstätten sind für Holz haben einen waagerecht liegenden Feuerungsrost aus Gusseisen.Teilweise mit Rüttler aus Gusseisen. So ist das auch bei allen Morsö Öfen. Überrings gießt Morsö seit 1992 selber keine Gussteile mehr. Die Mehrheit der Gussteile der Morsö Öfen werden bei Südguss in Dresden gegossen.Das Morsö Werk in Nyköbing in Norddänemark ist ein reines Montagewerk. Dort wird keine einzige Schraube mehr hergestellt.Die Stahlöfen von Morsö werden teilweise in der CZ hergestellt. Auch der Stahlkorpus bei den Modellen 7300 und 7400 wird nicht von Morsö produziert, sondern zugekauft. Die Wasserkessel und andere Zubehörteile von Morsö werden in China hergestellt.. So ist das heute in einer Globalisierten Welt.Vermiculite hat keine Wärmespeicherfähigkeit.Auch Schamotte nur über Masse. 20-30 mm dicke Schamottesteine in Öfen haben nahezu keine Wärmespeicherfähigkeit.
Die Brennräume von Öfen werden in erster Linie deshalb mit Vermiculite oder Schamottesteine ausgekleidet um den Korpus des Ofens aus Stahl oder Gusseisen vor den hohen Temperaturen im Brennaum zu schützen.Nicht um Wärme zu speichern.Was auch bei einer Zeitbrandfeuerstätte NUR für Holz schon physikalisch nicht möglich ist.Und es gibt auch Kaminöfen wo Gussteile im Brennraum eingesetzt werden.Statt Schamottesteine oder Vermiculite.Auch die Wärmespeicherfähigkeit von Kaminöfen aus Gusseisen wird völlig überbewertet. Wer einen Ofen mit echter Wärmespeicherfähigkeit möchte muss einen Kachelofen oder Specksteinofen ( keinen Ofen mit Specksteinverkleidungen)kaufen. Morsö Öfen sind für Deutschland und andere Länder in Europa NUR zugelassen als Zeitbrandfeuerstätte. In Großbritanien werden aber absolut baugleiche Öfen auch für Kohlefeuerung verkauft und sind für z.B in GB dafür zugelassen. Nochmals, das sind die Gründe und das gilt auch für viele andere Hersteller. Teilweise können Öfen die mit Kohle geheizt werden nicht die Normen der Länder erfüllen( z.B.in Österreich und Norwegen) und werden in diesen ländern NUR als Zeitbrandfeuerstätten angeboten.
MfG Dieter Klaucke

Schwarzmann
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von Schwarzmann » 26. Aug 2017, 09:56

Danke für die lange Info. Dann schau ich mir bei Gelegenheit gerne die Morsö Öfen nochmal an um mir eine aktuelle meinung zu bilden.

Mit dem Thema "Wärmespeicherung" ging es mir nicht um diese als "verzögerte Raumwärmeabgabe", sondern darum die Glut lange und gleichmäßig heiß zu halten, als Katalysator (im eigentlichen Wortsinn) für die Verbrennung.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

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https://www.youtube.com/watch?v=wwoIzLTl_i8

Schwarzmann
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von Schwarzmann » 26. Aug 2017, 16:31

Sooooo, ich habe mal die Wärmeleitzahlen hergeholt:

Gußeisen 48 W/mK

Schamotte 1 W/mK

Vermukulite 0,07 W/mK

Welches Material würde nun am besten die Feuerraumtemperatur hoch halten?

Ich denke die Zahlenverhältnisse sind dermaßen überzeugend, da brauchts nicht viel zum das zu erkennen. Wie gesagt, jedes Material hat seine spezifischen Eigenschaften und kann daher gezielt eingesetzt und verwendet werden.

Gußeisen DA wo seine WärmeLEITUNG gewünscht ist: in Kohle-Rosten, Ofenbauteilen die stabil sein müssen oder der Wärmeabgabe dienen wie Rohrstutzen oder Seitenverkleidungen oder der ganze Korpus.

Schamotte DA wo seine WärmeSPEICHERUNG gewünscht ist: in Brennräumen, in Kachelofenzügen, als sekundäre Speichermasse

Vermikulite DA wo seine WärmeDÄMMUNG gewünscht ist: als Auskleidung in Feuerräumen, als Verkleidung in Heizkammern, zum Schutz gefährdeter Bauteile, als Mantelstein eines Leichtbau-Schornsteinsystems.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 27. Aug 2017, 12:54

Hallo schwarzmann , ich denke solche fachspezifische Äußerungen verunsichern die " Laien"hier im Forum.
Denn dann müßte man tief in die Materie eingehen. Welches Gusseisen verwendet der Hersteller? mit Lamellengraphit nach welcher EN 1561 Norm?
oder Kugelgraphit?
Das können selbst viele Hersteller nicht auf Anhieb beantworten.Und bei solchen Fragen sind die meisten ADM völlig überfordert.
Da wird oft in der Werbung zu Stahlöfen mit folgenden Satz geworrben. Aus hochwerrtigen Stahl. Und um welche Stahlsorte handel es sich?
Würde man hochwarmefeste Stähle im Ofenbau verwenden, dann wäre in der Regel ein Kaminofen fast unkaputtbar.Im Kesselbau verwendet man solche Stähle.Aber ein Kaminofen ist ein Gebrauchskonsumgut. Der soll ja heute nicht lange halten.
Wir hatten mal 4 Jahre eine Abwrackprämie beim Kauf eines neuen Morsö Kaminofen. 165 Öfen hatten wir dabei verschrottet. 115 davon waren aus Stahl und keiner hatte Schäden am Korpus. Nur die Feuerungsroste aus Gusseisen und das Innenleben aus Schamottesteine oder Vermiculite war oft zerstört. Aber keiner diese Stahlöfen , darunter waren sogennante " Markenöfen" aber auch Baumarktöfen hatte einen Totalschaden. Man hätte sie alle nóch wieder in Betrieb nehmen können, durch ersetzen der defekten Teile.Waren nur bis zu 35 Jahre alte Öfen, die alle nicht mehr die Norm der BImSchV. erfüllten. Deshalb haben wir Sie verschrottet. Die 20 Gussöfen waren alle Totalschaden. Gerissene und verformte Gussteile. Das waren alles Markenöfen von Morsö, Jotul, Dovre und anderen. Darunter fiel ein Ofen besonders als schlecht auf. Der Carina von Haas und Sohn. Der Korpus bei diesem Ofen ist aus Schwarzblech. 0,8 mm dick. Sehr oft durchgerostet, Das Innenleben ist aus Schamottesteinen und die Rauchumlenkplatte ( war immer verzogen) ist aus Gusseisen, auch die oberste Platte und die Fronttüre.Die Außenverkleidung ist aus Gusseisen. Die ist aber keinen großen Temperaturen ausgesetzt.
Der Ofen erfüllt aber nicht die 2. Stufe der BImSchV. und deshalb wurde die Produktion 2015 eingestellt. Hätte man den Korpus aus min. 3 mm Stahl gebaut, wäre das Qualtätsmässig ein guter Ofen gewesen. Da wurde am falschen Ende gespart. Absicht? Oder Dummheit?
Wenn heute ein Kaminofen 25 Jahre alt wird, reicht das doch. Wer hat eine 25 Jahre alte Waschmaschine? Oder ein so altes Auto? Und da ist der Kaufpreis ja ein ganz anderer.
Als Sachkundiger Mensch der über 4000 antike Öfen und Küchenherde restauriert hat, lernt man viel über die die Herstellung von Öfen. Und sieht dann die Schwachstellen. Die alle durch eine bessere Qualität beseitigt werden können. Aber das will die Industrie nicht.Und unter allen antiken Öfen die ich restauriert habe, waren nur Gussöfen. 80 % hatten enorme Schäden im Gusseisen.Okay. diese Öfen waren auch bis zu 200 Jahre alt.Und Öfen aus Stahl werden erst seit ca. 70 Jahren gebaut. Über min. 300 Jahre war Gusseisen das Material für den Ofenbau.Weil man es in fast jede Form gießen kann, was mit Stahl nicht möglich ist.
MfG Dieter Klaucke

Libuda
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von Libuda » 11. Mai 2018, 09:58

Interessant zu hören. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann raten Sie von Guss im Gegensatz zu Stahl ab?
Also eher keinen Morsö, sondern einen hochwertigen Stahlkamonofen - trotz der Knackgeräusche?

Libuda
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von Libuda » 12. Mai 2018, 21:25

[quote=sicherer-ofenkauf.de post_id=32536 time=1503506305 user_id=7229]
Ich rate zu einem Hersteller wie die Dänische Firma Morsö oder der Ofen Oden von der Schwedischen Firma Davidssons. Morsö hat einige Öfen die für Sie in Frage kommen. Es gibt eine 10 Jahre Herstellergarantie auf die Gussöfen von Morsö- (...)
MfG Dieter Klaucke
[/quote]

Verstehe ich nicht so ganz. In einem anderen Thread berichten Sie doch davon, dass gerade die Gusseisernen Kaminöfen, auch beispielsweise vom dänischen Klassiker MORSOE, im Gegensatz zu den Stahlöfen enorme Schäden aufwiesen. Was ist denn nun richtig?

Nordkap
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von Nordkap » 20. Jul 2018, 22:54

800er Serie von Heta (auch Dänemark)
Gut Regelbar und absolut keine schwarze Scheibe, 2 - 8 kw, Nominel 5,5 kw
Nur über den Fachhandel zu bekommen.

Lese schon einige Zeit hier mit und war jetzt der Meinung mal was schreiben zu müssen.

HansHa
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von HansHa » 25. Jul 2018, 17:38

bei Werbung entfernt kann ich dir nur wärmstens empfehlen, einen Kaminofen zu kaufen ;) Sehr hohe Qualität!

humpi
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Re: Welcher Kaminofen empfehlenswert?!?

Beitrag von humpi » 2. Aug 2018, 18:20

Hallo,

wir haben einen Skantherm und sind rund um zufrieden mit dem Ofen. Ansonsten habt ihr die Auswahl zwischen dem 199 Euro Baumarkt Model bis zum 10 000 Euro oder noch mehr Kachelofen. Wir haben den Beo von Skantherm und der hat vor ein paar Jahren 3000 Euro gekostet...
Umfallen ist keine Schande, Liegenbleiben schon.

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