Wie sieht das "optimale" Flammenbild aus ?

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Moderator: ScarlettOHara

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Rudi_Ratlos
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Wie sieht das "optimale" Flammenbild aus ?

Beitrag von Rudi_Ratlos » 2. Jan 2007, 09:04

Hallo,

wie sollte eigentlich das "optimale" Flammenbild, bzw. die "optimale" Verbrennung aussehen ?

Sollte die Flamme eher hell bis grell gelb brennen oder eher dunkler bis satt rot gefärbt sein ?

Sollte die Flamme eher groß oder eher klein brennen (also sollte sie die komplette Brennkammer bis oben an die Umlenkplatte ausfüllen oder eher nicht) ?

Sollte die Flamme eher ruhig brennen oder eher heftig "flackern" ?

Wie sollte das Aschebild nach der Verbrennung ausshehen, eher hellgrau bis weiß oder eher dunkelgefärbt ?

Wie sollte man die Einstellungen wählen um eine möglichst effiziente Verbrennung zu erhalten (Primär-, Sekundärluft, Drosselklappe), bei Holzverbrennung und bei Kohlebrikettsverbrennung ?

Bisher habe ich die Drosselklappe im Rauchrohr nur dann geschlossen, wenn die Verbrennung zu heftig war (sehr große Flamme) um dann eben diese Verbrennung etwas zu drosseln.
Kann ich jedoch die Drosselklappe auch bei "normalem" Feuer schließen um somit möglichst eine effektive Verbrennung herbei zu führen oder ist das eher nachteilig und ich sollte somit diese Klappe nur bei zu heftig brennendem Ofen einsetzen ?
Habe festgestellt, dass bei "normal" brennendem Ofen, durch schließen der Drosselklappe, das Feuer wesentlich dunkler brennt, was bedeutet das ?

Vielen Dank für die Infos.
Gruss Rudi

Daniel
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Re: Wie sieht das "optimale" Flammenbild aus ?

Beitrag von Daniel » 2. Jan 2007, 09:28

am optimalsten ist das Flammenbild, wenn es Dir gefällt.

Lupo
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Registriert: 12. Jan 2006, 10:30

Re: Wie sieht das "optimale" Flammenbild aus ?

Beitrag von Lupo » 2. Jan 2007, 10:20

hallo rudi,
nach der anbrennphase sollte die flamme eine eher gelbe faerbung haben, mittelgross sein und ruhig brennen.bis an die flammprallplatte ist definitiv zu gross. starkes flackern bedeutet zuviel zuluft.
die asche sollte am ende optimalerweise weiss/hellgrau sein....schwarz mit holzkohlestuecken zeugt von schlechter verbrennung.
in der anheizphase alle luftzufuehrungen voll aufmachen, danach primaerluft schliessen und evtl. nur noch beim nachlegen wieder zum anbrennen des neuen holzes oeffnen.
bei kohlebrikettverbrennung immer primaerluft voll auf.
drosselklappe bei zu heftigem abbrand etwas oder ganz schliessen, dadurch wird der "waerme-output" optimiert ist aber auch sehr vom wetter abhaengig und sollte eigentlich nur bei zu grossem kaminzug genutzt werden.
das feuer wird dunkler, da dein ofen bei geschlossener drosselklappe nicht mehr genuegend zug aufweist und nicht heiss genug verbrennt.
ich lass meine so gut wie immer ganz offen und regle den abbrand nur durch luftzufuehrung.
wichtig: zuluft nicht zu sehr runterregeln, da du sonst wieder einen ungenuegenden abbrand erhaeltst.
man muss schon ein wenig probieren um seinen "ofen" kennenzulernen.
Ciao,
Lupo
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Xaver
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Re: Wie sieht das "optimale" Flammenbild aus ?

Beitrag von Xaver » 2. Jan 2007, 18:48

Hallo Rudi,

das Anbringen eines Rauchgasthermometers am unteren Teil des Ofenrohres kann eine gute Auskunft darüber geben, wie geheizt wird. Die Rauchgastemperatur muss bei normalem Heizen mit Holz ca. 250° C bis 300 C betragen! Das optimale Flammenbild stellt sich dann ganz von selbst ein. Natürlich nur Sekundärluft bei Holz.
Unter 250* C kokelt man auf Dauer nur rum.

Primärluft bei Kohle-Brikett beachten. Hier ca. 120* C Abgastemperatur.
MfG Xaver

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