Kamin zu nah an Natursteinwand - Putzschaden

Hier werden alle technischen Fragen zu Kaminen und Öfen behandelt.

Moderator: ScarlettOHara

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pepe68
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Kamin zu nah an Natursteinwand - Putzschaden

Beitrag von pepe68 » 11. Jul 2018, 07:17

Hallo zusammen,

ich habe im Mai letzten Jahres in unseren Neubau auf einer 2m breiten Wand im Wohnzimmer eine Naturstein-Riemchenwand durch eine Fachfirma aufziehen lassen. Vor dieser Wand steht, mit 10cm zur Rückseite unser Hark 112 Ecoplus Kaminofen. Ca. im November wurde der Kamin erstmalig befeuert. Der Schornsteinfeger hat mit Hinweis auf den 10cm geringeren Wandabstand gegenüber der Herstellerangabe (20cm) keine Bedenken geäussert.

Nun, vor 2 Wochen ca. fiel uns auf, das die Riemchenwand grossflächig vom Boden aus über die gesamte Wandbreite bis ca. 1,30m Höhe die Haftung verloren hat, und quasi nur durch ihr Eigengewicht hält. Von der Seite betrachtet ist ein deutliche Spalt zwischen Riemchenrückseite und Wand erkennbar, die ganze untere Hälfte der Riemchenwand ist auch zu ca. 3mm abgesackt.

Nun hat der Fliesenleger das Werk begutachtet und mir erklärt, das auf Grund des geringen Wandabstandes der Gipsputz zuviel Hitze abbekommen hat und sich deshalb die Struktur des Putzes verändert hat. Ich habe nun intensive Recherche im Netz betrieben, finde aber keinen Hinweis auf die Richtigkeit dieser Argumentation. Im Gegenteil, vielfach davon die Rede, das der Kamin an einer Natursteinwand durchaus auch noch enger an die Wand gestellt werden kann. Meiner Meinung nach spricht auch gegen diese Theorie, das sich die Wand nicht nur hinter dem Kamin, sondern quasi die ganze breite gelöst hat.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist die Argumentation des Fliesenlegers plausibel?

Mit freundlichen Grüßen
Pepe

Schloti
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Re: Kamin zu nah an Natursteinwand - Putzschaden

Beitrag von Schloti » 12. Jul 2018, 18:11

Erstmal eine Frage: Aus welchem Material ist die Wand auf der die Riemchen aufgebracht wurden.
Hark gibt immer die Abstände zu brennbaren Baustoffen / Materialien an. Erinnerlich werden keine Abstände zu tragenden Bauteilen ( Tragwand ) gefordert wie das andere Hersteller fordern. Wenn es sich um eine Wand aus Stein handelt, hat der Fliesenleger nach meiner Meinung Pfusch gemacht (Untergrundvorbehandlung bei saugenden Putzen ???) oder der Putz war noch nicht richtig durchgetrocknet, zu dünn aufgetragen ( mind. 5mm) oder ein falscher Kleber verwendet.
Wenn es sich um eine Trockenbauwand handelt sieht es anders aus. Hier einfach auch mal beim Baustofffachhandel fragen.
Ist meine Meinung lass mich aber eines besseren Belehren.
Hier ein Link:
http://www.gips.de/fileadmin/user_uploa ... 170518.pdf

pepe68
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Re: Kamin zu nah an Natursteinwand - Putzschaden

Beitrag von pepe68 » 10. Aug 2018, 14:57

Hallo, vielen Dank für dein Feedback welches ich jetzt erst gelesen habe.
Die Riemchen sind auf Gipsputz aufgebracht, der Gipsputz wiederum auf eine Betonwand. In deiner Anlage ist interessanterweise davon die Rede, das der Putz auf keinen Fall geglättet werden darf. Was wird üblicherweise gemacht wenn man davon ausgeht, das auf dem Putz keine Fliesen, also Tapete oder einfach Farbe aufgetragen werden sollten? Wird dann geglättet ?

Es steht uns jetzt der komplette Abtrag des Putzes bevor. Dann ein neuer Versuch auf die Betonwand direkt zu kleben.

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