Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

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Moderator: ScarlettOHara

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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 9. Jul 2019, 21:31

Hallo Schloti, warum ich dieses Thema wieder " aufnehme" und jetzt erst nochmal dazu etwas schreibe. Das sollten Sie als Schornsteinfeger doch wissen.Seit 2005 hat sich einiges geändert. HEUTE dürfen nur noch Brennwertgeräte für Öl-oder Gas installiert werden . Das war 2005 noch nicht so.
Und eine Einzelraumfeuerungsanlage darf nicht an einem Schornstein angeschlossen werden, wo eine Öl-oder Gasbrennwertheizung angeschlossen ist. Und da bei Austausch einer alten Öl-und Gasheizung gegen eine neue Öl-und Gasheizung NUR noch Brennwertgeräte installiert werden dürfen, ist das zu berücksichtigen. Wenn ich Heute z.B. einen Kaminofen an einem Schornstein anschließe, wo noch KEIN Brennwertgerät angeschlossen ist geht das unter bestimmten Voraussetzungen. Wenn jedoch diese alte Heizung in nächster Zeit ausgetauscht werden muß und der Bürger will wieder eine Öl- oder Gasheizung installieren, geht das nur mit Brennwertgeräten und dann installiere ich heute den Kaminofen noch an den den Schornstein. Hier sollte man heute anderes planen als noch 2005.
Grundsätzlich muss man auch beachten, das viele Beiträge hier im Forum oft schon 15 Jahre und älter sind und die damaligen juristischen und technischen Regeln widergibt. Da sind viele Beiträge nicht mehr aktuell, weil z.B. auch schon bereits seit dem 22. März 2010 die Verordnung über kleine und mittlere Feurungsanlagen 1. BImSchV. gilt . Und in Österreich seit dem 01. Januar 2015 die Norm 15a. B-VG gilt. Und in der Schweiz seit 2008 die Schweizer Luftreinhalteverordnung.
Somit haben sich durch die Deutsche BImSchV. völlig neue juristische Regeln ergeben. Auch gilt seit 2005 nicht mehr die Stuttgarter Norm und die DIN Normen für Einzelraumfeuerungsanlgen gelten auch nicht mehr. Seit dem 1. Juli 2005 gelten in der gesamten EU die EN Normen.
Das muß man wissen wenn man Forumsbeiträge liest die bereits 15 Jahre oder älter sind. Sonst kommt man zu falschen Entscheidungen.
MfG Dieter Klaucke

Schwarzmann
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von Schwarzmann » 10. Jul 2019, 21:27

Was soll denn wieder dieses wirre Geschreibsel??

Natürlich besteht eine "Brennwert-Pflicht" beim Austausch , wenn aber nun bereits eine Gemischt-Belegung mit Kaminofen vorliegt, dann kann man eben hier NUR wieder ein Heizwertgerät anschließen. Niemand kann verlangen, dass deswegen der Kaminofen weg muss !
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 10. Jul 2019, 23:46

Hallo Schwarzmann, Sie sollten sich mal fortbilden.
Diese Hinweise gelten NUR für Deutschland.
Wenn eine Gas-oder Ölheizung heute ausgetauscht werden muss, KANN UND DARF NUR noch ein Brennwertgerät installiert werden. Und an dem Schornstein wo die Brennwertheizung angeschlossen wird, darf sich keine Einzelraumfeuerungsanlage befinden. Sollte an dem Schornstein wo die alte Öl- oder Gasheizung angeschlossen war auch eine Einzelraumfeuerungsanlage angeschlossen sein, muss diese entfernt werden. Sehr oft müssen auch Schornsteine wo ein Brennwertgerät angeschlossen wird saniert werden und es muß ein Kunststoffrohr eingezogen werden in diesen Schornstein. Auf Grund der sehr niedrigen Abgastemperatur der Brennwertheizung ist deshalb der paralle Betrieb mit einer Einzelraumfeuerungsanlage nicht zulässig.
Davon ausgenommen sind nur in Mehrfamilienhäuser Etagengasthermen, Dann darf in solchen Gebäuden beim Austausch der Gastherme auch eine Gastherme ohne Brennwerttechnik verwendet werden.

Schwarzmann
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von Schwarzmann » 12. Jul 2019, 01:05

Irgendwie fachlich noch nicht so ganz gefestigt oder?
Sehr oft müssen auch Schornsteine wo ein Brennwertgerät angeschlossen wird saniert werden und es muß ein Kunststoffrohr eingezogen werden in diesen Schornstein.
Nicht "sehr oft", sondern IMMER wenn ein Brennwertgerät installiert werden soll, MUSS eine entsprechende (meist Kunststoff-) Abgasanlage installiert werden. Das ist nicht optional !

Und es spielt KEINE Rolle, welcher Art die Mehrfachbelegung ist, ob das ein Kaminofen in derselben oder ein Gas-Einzelofen in einer anderen Wohnung ist, dann ist einfach der Schornstein schon belegt und es geht eben NUR "Heizwerttechnik". Die Zwangsstillegung der vorhandenen Feuerstätten lässt sich nicht rechtlich durchsetzen - auch wenn ich selbst für Brennwertgeräte bin, aufgrund ihrer besseren Effizienz.

Eine Umbelegung kann man nur im beratenden Gespräch und wenn die Bedingungen hierfür gegeben sind vorschlagen.
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 12. Jul 2019, 14:34

Es ist nicht immer eine Sanierung des Schornsteins erforderlich wenn an diesen ein Brennwertgerät angeschlossen wird. Z.B. dann nicht wenn der Schornstein aus einem Edelstahlschornstein besteht oder der Schornstein bereits mit einem Edelstahlschornstein saniert wurde. Aber evtl. muss eine Querschnittsverringerung vorgenommen werden. Bei gemauerten Schornstein aus Steinen oder keramischen Schornsteine ist immer eine Sanierung erforderlich.
Seit dem 25. September 2015 dürfen in der gesamten EU nur noch Brennwertgeräte installiert werden. Das regelt die Ökodesignrichtline und die EU ErP- Richtline Energy related Productc.
Wenn an einem Schornstein, wo bisher eine Öl- oder Gasheizung angeschlossen war und eine Einzelraumfeuerungsanlage angeschlossen ist , dürfen bei einer Erneuerung der Öl-oder Gasheizung NUR noch Brennwertgeräte installiert werden. Dann muß die Einzelraumfeuerungsanlage entfernt werden. Das wird Ihnen der Zentralinnungsverband der Schornsteinfeger in Deutschland www.schornsteinfeger.de bestätigen. Und weil durch die Ökodesign Richtline nur noch Brennwertgeräte installiert werden dürfen, ist ein Betrieb der Brennwertgeräte und der Einzelraumfeuerungsanlage technisch und juristisch nicht mehr möglich.
Bei Zweifamilienhäusern mit vermieteter Einliegerwohnung gilt folgendes. Vermietet der Besitzer einer Immobilie seine Wohnung in einem Haus, das er selber bewohnt, muss er sogar beim Austausch der Heizung ein Brennwertgerät installieren. Tut er das nicht ist das ein Mietmangel, wofür der Mieter die Miete kürzen kann.
Ausnahmen:
In Mehrfamilienhäusern mit Gasthermen auf jeder Etage ( egal ob diese Wohnungen vermietet sind oder Eigentumswohnungen wo der Eigentümer selber drin wohnt. ) kann beim Austausch einer Gastherme in einer Wohnung noch eine Gastherme installiert werden, die kein Brennwertgerät ist. In diesem Fall müssen nicht alle anderen Bewohner dazu veranlasst werden auch Ihre Gastherme gegen ein Brennwertgerät auszutauschen. Das gilt aber nur für Einzelheizgeräte bis 10 KW Leistung und für Kombigeräte bis zu 30 KW.

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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von Schwarzmann » 17. Jul 2019, 23:10

MannMannMann Sie schreiben wirklich einen Senf zusammen...
Es ist nicht immer eine Sanierung des Schornsteins erforderlich wenn an diesen ein Brennwertgerät angeschlossen wird. Z.B. dann nicht wenn der Schornstein aus einem Edelstahlschornstein besteht oder der Schornstein bereits mit einem Edelstahlschornstein saniert wurde. Aber evtl. muss eine Querschnittsverringerung vorgenommen werden. Bei gemauerten Schornstein aus Steinen oder keramischen Schornsteine ist immer eine Sanierung erforderlich.

Brennwertgeräte benötigen IMMER eine überdrucksichere und kondensatfeste Abgasleitung
. Daher sind bisherige Abgasanlagen, die NICHT überdruckfest und kondensatsicher sind, weil sie im Unterdruck betrieben werden müssen, auch NICHT für Brennwertgeräte geeignet und zugelassen. PUNKT AUS BASTA

Und NIEMALS wird es sich baurechlich durchsetzen lassen, dass eine ordnungsgemäß angeschlossene Feuerstätte ENTFERNT werden muss um dann ein Brennwertgerät dort installieren zu können. Diese Forderung besteht NIRGENDS, auch eine Einschränkung ausschließlich auf Gas-Etagenheizungen ist NIRGENDS schriftlich verbindlich definiert. Das ist IHRE Auslegung und Interpretation - mehr nicht, und diese ist FALSCH.

und SO ein Blödsinn :
Bei Zweifamilienhäusern mit vermieteter Einliegerwohnung gilt folgendes. Vermietet der Besitzer einer Immobilie seine Wohnung in einem Haus, das er selber bewohnt, muss er sogar beim Austausch der Heizung ein Brennwertgerät installieren
Die Art des Gebäudes oder Mietsverhältnisse spielen überhaupt gar keine Rolle - es besteht ohnehin die Pflicht Brennwert zu installieren. Aber DAS wissen Sie doch bereits zu welchen Bedingungen dies erfolgt....

MannMannMannneeee.... :roll:
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von Schwarzmann » 17. Jul 2019, 23:40

In Mehrfamilienhäusern mit Gasthermen auf jeder Etage ( egal ob diese Wohnungen vermietet sind oder Eigentumswohnungen wo der Eigentümer selber drin wohnt. ) kann beim Austausch einer Gastherme in einer Wohnung noch eine Gastherme installiert werden, die kein Brennwertgerät ist. In diesem Fall müssen nicht alle anderen Bewohner dazu veranlasst werden auch Ihre Gastherme gegen ein Brennwertgerät auszutauschen. Das gilt aber nur für Einzelheizgeräte bis 10 KW Leistung und für Kombigeräte bis zu 30 KW.
KOMBIgeräte dürfen auch NUR 10kW HEIZUNGSseitig haben und die 30kW sind NUR BRAUCHWASSERseitig. Wobei die 10kW HEIZleistung bei sehr großen Wohnungen und großer Geschoßhöhe wie etwa im Ur-Altbau, also hohem Wärmebedarf, in bestimmten seltenen Einzelfällen auch mal nicht ausreichen könnte. Aber DAS ist dann ein Fall für Gerichte. Und wenn dann nur noch Geräte mit 10kW Heizleistung PRODUZIERT werden, hat man eh das nächste Problem - aber DANN muss der Altbau eben endlich mal zeitgemäß wärmetechnisch saniert werden.


Nun überdenken Sie nochmal IHRE Auslegung "keine Brennwertpflicht NUR bei Gas-Etagenheizungen" bei folgenden, hier in Baden-Württemberg völlig gängigen und zugelassenen Mehrfachbelegungen:

Drei-Wohnungs-Gebäude mit nur EINEM Schornstein, belegt bei einer Wohnung mit Gas-Etagenheizung, eine Wohnung mit Gas-Kachelofen, Dachstock mit Gas-Einzelofen.

Drei-Wohnungs-Gebäude mit nur EINEM Schornstein, belegt bei einer Wohnung mit Gas-Etagenheizung, eine Wohnung mit Öl-Einzelofen, eine Wohnung mit Festbrennstoff-Feuerung.

Weder wenn das immer EIN Gebäude-Eigentümer ist, NOCH wenn es sich um Wohnungs-Eigentümergemeinschaften handelt, können die anderen Feuerstätten rechtlich durchsetzbar abgesprochen werden, wenn EINER auf Brennwert umstellen MÖCHTE oder meint es zu müssen.
Selbst wenn der ganz vom Schornstein weggeht und eine eigene Abgasleitung AUSSEN hoch installieren möchte, KANN die Eigentümerversammlung dies (LEIDER) verbieten, da die Außenwand Gemeinschaftseigentum ist und die Abgasanlage die Außenansicht beeinflusst.
Anders siehts dann DA wieder aus, wenn in der DG-Wohnung installiert wird, dieser muss ja NICHT an den mehrfachbelegten Schornstein anschließen, sondern KANN eine Einzel-Abgasanlage senkrecht durchs Dach installieren und MUSS dann Brennwert nehmen - was ein vernünftiger Mensch ohnehin versuchen wird zu tun.
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 18. Jul 2019, 17:14

Hallo schwarzmann
Lassen Sie sich mal beraten beim Zentralinnungsverband der Schornsteinfeger in Deutschland. Dort den technischenn Leiter verlangen. www.schornsteinfeger.de

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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von Schwarzmann » 18. Jul 2019, 19:39

Es ist eindeutig belegt dass Ihre Auslegung SCHWACHSINN ist !

Es GIBT KEINE Verpflichtung Feuerstätten stillzulegen wegen Brennwert !

schalten Sie mal den logischen Verstand ein - sofern Sie einen haben!
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Re: Gasheitzung und Holzofen an einen Kamien?

Beitrag von sicherer-ofenkauf.de » 18. Jul 2019, 21:14

Hallo schwarzmann
Sie beachten nicht die Netiguette eines Forum. Ich möchte das Sie meine Einträge nicht mehr kommentieren, weil Ihnen gutes Benehmen fehlt.
Dieter Klaucke

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