Bauholzabfälle verheizen?

Hier werden alle technischen Fragen zu Kaminen und Öfen behandelt.

Moderator: ScarlettOHara

Dachs
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Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von Dachs » 19. Apr 2016, 07:24

Hallo,

im Sommer geh ich daran umzubauen, es fällt Holz an-

alte Türen

Jägerzaun

Parkett


ist das grundsätzlich ein No go oder kann man es wagen das Altholz zu verbrennen?

hunley9001
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von hunley9001 » 19. Apr 2016, 08:59

Wenn Du gern ein Anzeige bekommen willst?
Sobald Holz mit Farbe und Lacken behandelt ist, darfst Du das Zeug nicht(!) verbrennen.
Dabei entstehen giftige Gase, welche ungefiltert die Umwelt verpesten.

Dachs
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von Dachs » 19. Apr 2016, 12:21

Ok verstanden.

Also entsorgen, nur was machen die Entsorger mit dem Holz? Meine die Häkseln das Altholz und machen Pellets daraus und ab damit in die Öfen der hochgelobten umweltbewußten Pelletofenbetreiber?

hunley9001
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von hunley9001 » 19. Apr 2016, 14:56

Laut Aussage von unserem kommunalen Abfallwirtschaftsamt wird behandeltes Holz geschreddert und kommt entweder in die Müllverbrennungsanlage, oder in die Hochöfen zum Anheizen bei der Stahlerzeugung.
Beide Systeme verfügen über geeignete Filteranlagen, um entsprechende giftige Dämpfe zu filtern und zu neutralisieren.
Pellets dürfen nur aus unbehandeltem Holz hergestellt werden.
Bei uns in der Region verkaufen die Forstämter hierzu u.a. den entsprechenden Astschnitt, der beim Ausforsten anfällt.

SvenS
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von SvenS » 20. Apr 2016, 17:59

Dachs
Die Frrage war doch nicht dein Ernst, oder? :o
Wie würdest du wohl abkotzen, wenn dein Nachbar das verbrennt?
Aber da wird dir der Schwarze Mann schon was schreiben, ist ja sein "Job" ( Nur so gemeint, weil er ja Privat hier schreibt).
Bring den Müll dahin, wo er hingehört und du schonst alle damit.

Dachs
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von Dachs » 20. Apr 2016, 20:03

Ich habs verstanden und nicht anders erwartet.

Was "dein Nachbar" betrifft da hab ich ein Problem damit. Der Nachbar wohnt am Hang, Berg, unter mir und wenn der seinen Ofen anheizt macht man zwangsläufig alle Fenster und Türen dicht. der Ofen steht in einem 6 Fam.Haus, selbst die Miteigentümer haben mitdiesem Ofen bzw. Betreiber Probleme.

Den Schornsteinfeger habe ich angesprochen mal genauer hinzuschauen, Antwort "wie solle ich das beweisen".

b-hoernchen
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von b-hoernchen » 26. Apr 2016, 10:12

Mit einer Rußanalyse vielleicht?

Früher, so bis in die 1980er Jahre gab's quecksilberhaltige Lasuren als Fäulnisschutz für Holzzäune, die haben gut gewirkt gegen Bakterien und Pilze, weil sie so giftig sind. Beim Verbrennen wird wird aus den Quecksilberverbindungen metallisches Quecksilber, das großenteil mit dem Rauch als Dampf abzieht; nur so als Beispiel.
Früher wurden auch chlorierte Kohlenwasserstoffe zur Holzimprägnierung eingesetzt, daraus werden bei der Verbrennung Dioxine, darunter das als "Seveso-Gift" berüchtigte TCDD. Auch das verlässt mit dem Rauch den Schornstein und kann sich dann in der Umgebung niederschlagen. In manchen Kellern sollen noch immer Kanister mit solchen Lasuren stehen.

Bauholz, Schalungsholz wird mit sogenannten Trennölen behandelt, damit der Beton nicht anpappt und sich die Schalung wieder leicht abbauen lässt.
Für diese Trennöle wird gerne der letzte Müll an Restölen genommen, das nennt man "dezentrale Entsorgung" von Altlasten - wer kontrolliert das schon an den Baustellen? Fällt ja sogar bei Futtermitteln kaum auf, wenn dioxinhaltige Altöle untergemischt werden - zumindest nicht den staatlichen Stellen.

Hier gibt's auch so einen Stinker ein paar Häuser weiter. Wenn der einheizt und der Wind ungünstig steht, dann riecht's als ob hundert Lastwagen ihre Motoren laufen ließen, dazu noch ein Stapel Reifen verbrennt. Aber buddhistische Gebetsfahnen im Garten.... , das stinkt bis nach Tibet!

Was ich damit sagen will: Es ist unsere Welt, hier wachsen unsere Kinder heran - macht sie bitte nicht kaputt!
Wamsler Etna 3,7 - 9,6 kW

pogibonsi
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von pogibonsi » 27. Apr 2016, 15:26

DANKE b-hoernchen!
Gruß
Uwe
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Iron Dog 04

Johannes
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von Johannes » 26. Mai 2016, 11:19

Deutschlands Kohlekraftwerke stoßen jährlich rund sieben Tonnen Quecksilber aus. :o
Bild
Zwei Autonome Italiener (Pellet) Neubau 3-33kW 300m², Altbau 2-22kW 170m² 6Tonnen/J Pellets gesamt.
Ohne Puffer und Firlefanz, BlmSchV2, >90% auf H²O, 50°C Vorlauf bis -18°C.

hunley9001
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Re: Bauholzabfälle verheizen?

Beitrag von hunley9001 » 26. Mai 2016, 12:20

@Johannes: ...und Du willst uns was damit sagen?
Glaube kaum, dass das Ordnungsamt beim Schadstoffausstoss eines Braunkohlekraftwerks ausrückt.
Wohl aber wenn jemand mit "dem Finger" auf den rußenden Schornsteins eines Nachbarn zeigt und sich über den Qualm und Gestank beschwert.
Bei sowas knasste ruckzuck die Betriebserlaubnis für Deine Feuerungsstätte vom "schwarzen Mann" entzogen bekommen.
Versuch das ruhig mal bei einem Kohlkraftwerk...

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