Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

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Moderator: ScarlettOHara

Schwarzmann
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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von Schwarzmann » 17. Mai 2017, 21:23


Na DANN ist das ja ein MODERNES Haus......

das sinds grad mal 40-50 Watt/m2 !! Bei Räumen mit AUSSENwänden!!

Dann mach Dir über die Heizleistung mal keine Sorgen, zumindest keine in Richtung "wird nicht warm"


Ja, DER Aschekasten ist nicht übermäßig groß. Spielt an sich bei reinem HOLZbetrieb NICHT so die Rolle, denn Holz hat lediglich 0,5 - 1% Ascheanteil (stark abhängig vom Rindenanteil!). Da kannst Dir also den Ascheanfall selbst ausrechnen. Im Braunkohle-Brikettbetrieb siehts da wieder anders aus, das gibt wesentlich meeehr Asche.

Komm rechnen wir gleich, dann wiss'mer wovon wir reden:

Ein Abend mit 5 Stunden, Heizbetrieb, mittlere Leistung 3 kW, Wirkungsgrad 75-80% heißt: ca 4kW reinschmeißen, das ist genau EIN Kilogramm Holz, mal den 5 Stunden macht ca 5 Kilo Holz, macht 25-50 Gramm Asche.

Nun ist aber Asche recht leicht, sprich das ist "mehr" Volumen. ABER beim rostlosen Betrieb wie gesagt verdichtet sich das, dann isses am Ende kaum ne Handvoll. deshalb, solang es die Hausfrau nicht stört, den Ofen NICHT mit aller Gewalt ausschlecken, lass die Asche drin, stört überhaupt NICHT, macht auch nichts. NUR der Rost muss durchgängig sein, aber auch NUR zum Anheizen.


Ja, der Rost ist NICHT rüttelbar (wäre mehr Aufwand und somit MEHR PREIS). Richtig: ein von außen rüttelbarer Rost ist bequem und sauberer ! ABER: heiz mal bißchen Holz mit Nägeln oder Krampen, dann wars das mit dem Drehrütteln (ok, nicht jeder heizt Nagelholz!).

ABER, und DAS ist die logische Gesamtkonzeption (der Rost nimmt glaub grad mal 25-30% der Feuerraumgrundfläche ein), das heißt, er ist für eine HOLZfeuerung optimiert, denn HOLZ braucht keinen Rost, Holz sollte auf dem heißen Boden liegen für eine richtige Glut. Der Rost HIER ist eher "Unterluft"Öffnung zum Anfahren oder einfacher Ascheabwurfschacht. Denn Feuerungen mit großem Rost haben auch die sogenannten "Rost-Verluste", durch durchfallendes Material. Bei reiner Holzfeuerung ohne Rost verdichtet sich die Asche mit der Zeit und isoliert zusätzlich = heiße Glut ist Vorraussetzung für eine gute Feuerung. Man sagt auch "rostlose Feuerung = RESTlose Feuerung", denn alles was brennbar ist bleibt OBEN im Feuerraum BIS es restlos verbrannt ist.

Mit dem "kleinen" Rost und der im Bezug wesentlich größeren Aschekastenfläche trifft der Abwurf aber auch genau DA rein. Bei großen Rosten geht erfahrungsgemäß einiges auch daneben. Und DAS ist lästig, wenn man aus der Ascheschubladenöffnung die Asche ganz hinten rauskratzen muss. Wird das nämlich mehr, dann lässt sich die Schublade nicht mehr ganz reinschieben und auch die Luftführung wird dadurch verschlechtert. Ebenso, und dAS ist entscheidend, bildet sich beim einfachen Rütteln (aber natürlich auch beim einfachen abkratzen) ein Aschekegel unter dem Rost. der kann SO hoch werden, dass der Rost verstopft, dann wird er zu heiß und verzieht sich, DANN wars das mitm bequemen Rütteln...

Daher, egal welcher Rost, IMMER mitm Schürhaken den Kegel verteilen. Oder einfach öfters die Schublade leeren.


Hab grad nachgeschaut: OK FB bis UK Stutzen 755 mm !! mess mal nach


Ach, grad erst seh ich die Bilder.

JA; Kago-Öfen sind SCHROTT ! Denn die MUSSTEN ja BILLIG produzieren um die TEURE Werbung überall zu bezahlen!

ICH kenn die Öfen NUR quietschend, sei es die Tür oder der super stylische Drehregler oder der Rostrüttler. Bei dem Drehregler siehst glaub nichtmal auf welcher Position der grad steht.

Beim Justus Usedom (JA ich geb zu ich MAG ihn :oops: ) haste vorne klar die zwei Luftschieber, einer Primärluft (untern Rost) einer Sekundärluft (über die Scheibe), zum Reinschieben oder zurückziehen, dann seh ich sofort wie se stehen.

Und übrigens, beim Usedom von Justus (gibts eigentlich überhaupt noch ANDERE Öfen?? :lol: ) siehst Du beim Türöffnen oben den "Spoiler" für die Sekundärluft, damit die genau an der Scheibe entlang und dann von OBEN in die Flammen geht. Und diese Luft kommt nicht einfach wie bei den BILLIGEN Öfen durch einen Ritz in der Tür oben, sondern beim Wunder-Ofen Justus Usedom wird die Sekundärluft oben IM Ofen aufgeheizt und kommt HEISS zur Verbrennung. Nun, was meinste, ist wohl besser: heiße oder kalte Luft zur Verbrennung?

so und NUN kommen wir langsam zum Abschluß in Verbrennungstechnik oder "WAS unterscheidet GUTE von weniger guten Öfen":

Im Ofen ist im Grunde ein thermischer Reaktor, der mischt Holzgas mit Luft, in der richtigen MENGE und in der richtigen DURCHMISCHUNG. Damit es HEISS oxidieren kann, manche sagen auch "es brennt", braucht es aber auch eine gewisse Verweilzeit dafür.

Und DESHALB (DARAUF will ich hinaus) braucht man die DROSSELKLAPPE im Rohr: mit DER (und NICHT mit den Luftschiebern) bestimme ich die Geschwindigkeit, einfach "den Durchzug", damit sich alles gut MISCHT, damit es ZEIT hat, damit es keine nutzbaren Brenngase NUTZLOS und stinkend ins Kamin treibt, den Feinstaub hinausschleudert, die Sekundärluftströmung an der Scheibe sofort abreißt und dies schwarz wird und und

NUR mit der Drosselklappe hab ich einen Ofen IM GRIFF!


Amen, Gute Nacht
Zuletzt geändert von Schwarzmann am 17. Mai 2017, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


(zur Zeit kein eigener Ofen)

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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von derbaui » 17. Mai 2017, 21:37

Danke für die Rückmeldung. Das habe ich mir auch schon gedacht. Der aktuelle Ofen bildet so gut wie kein Glutbett und sobald die Flammen ein wenig kleiner werden ists auch schon aus mit feuern.

Ich werde eigentlich nur Holz verfeuern. Hier allerdings einiges an Nadelholz (Fichte), da mein Vater über einen Wald hat und ich quasi an der Quelle sitze. Zusätzlich noch Buche, die ich von einem Bekannten zukaufe. Braunkohle hatte ich nicht vor zu verheizen. Vielleicht mal das ein oder andere Holzbrikett.

Ich liebäugle wirklich mit dem Justus. Mal sehen was der Schorni zum Rauchrohr bzw. der Bohrung in den Kamin sagt. Ich wollte die halt wenn möglich nicht nochmal neu machen :roll:

Edit: Der verbaute Ofen (Kago München 2) hat ca. 850mm OK Fußboden bis UK Rohr. Ø150mm.
Mal sehen, ob ich das für den neuen Ofen irgendwie ausgleichen kann. Wenn es mit einem Rohr nicht geht, muss ich den neuen Ofen halt auf ein kleines Podest/Glasplatte stellen.

Schwarzmann
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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von Schwarzmann » 17. Mai 2017, 22:36

Aber DANN passts ja: der Justus (ein TOLLER Ofen übrigens) wäre ja tiefer im Abgang, also würd das Rauchrohr sogar leicht steigen:

VORTEIL beim Anheizen!

Ein Ofen sollte unbedingt der tiefste Punkt im Raum sein, denn die Konvektionswärme geht nur nach oben, sprich "unterhalb" des Ofens kommt die Wärem kaum hin.

Deshalb auch Holz immer auf die Glut LEGEN , nicht stellen, damit der Scheit Kontakt mit der Glut hat und die Flamme PLATZ nach oben und somit die Wärme in den RAUM geht und nicht die Flamme und alles ins Ofenrohr und FORT isses....
Viel Erfolg beim Ausprobieren und Feuern

Grüße vom Schwarzmann


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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von dersupergrobi » 18. Mai 2017, 11:24

derbaui hat geschrieben:Hallo zusammen,

@grobi: wir haben beinahe die gleichen Voraussetzungen. Bei uns die gleiche Anforderung und fast die gleichen Bedingungen. 168qm Wohnfläche, Fußbodenheizung, ähnliches Alter des Hauses. Ich bin mir eben auch nicht ganz sicher, ob die 5kW reichen oder nicht... das Wohn- Esszimmer sollte ein 5kW Ofen aber in jedem Fall warm bekommen, denke ich. Wie zufrieden bist du denn mit dem Haas? Habe heute auch ein paar gesehen (allerdings im Preisbereich zwischen 400-800 €) und die haben vom angrabbeln her einen weniger wertigen Eindruck hinterlassen als der Justus. Hatten alle auch nur einen einfach- Türverschluss. Muss aber nix bedeuten, dein Haas ist nochmal eine andere Preislage...


also wir sind mit dem zufrieden....zum anfasen..der wieg ja nur gut 100KG, den kann ich also alleine bewegen, und er fühlt sich so an, wie er sich anfühlen soll: Hart und stahl(Mantel) und sieht noch schwarz aus - so wollten wir das.

ob ich dieses Easy nochmal nehmen würde ist was anderes...ich heize komplett in der Offen Stellung,
gehe nur selten runter in Heizbetrieb, weil mir das Gefühl sagt, dass die Flammen dann deutlich kleiner sind
und der abbrand 1. unspektakulärer, 2. schmutziger 3. schlecher

Klar...der bekommt so viel Luft und verbrennt schneller. Kaminzug stimmt aber.

Ich hatte anfangs richtung pellet Überlegt, bin aber so erstmal froh.
es war ein Kompromiss um zu schauen, ob wir das dauernd nutzen werden - Preise nach Oben sind offen.
weiteres Argeument für den Wien easy war: Robuste Tür mit Robustem Verschluss (definitiv)
Wählbar oben/hinten Rauchrohanschluss, optionale externe Frischuftzufuhr

Vergessen: die 6kw reichen locker für uns hier aus...

Grobi

derbaui
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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von derbaui » 28. Mai 2017, 15:32

Hallo zusammen,

nachdem ihr mich mit so vielen Tipps und Hinweisen versorgt habt, wollte ich doch mal Rückmeldung zum aktuellen Status geben.

Also, unser Bezirkskaminkehrer war jetzt mal vor Ort und hat sich das Drama angeschaut. Schornstein gesäubert, die sekundärluftzüge im Schwedenofen sauber gemacht und eine Probefeuerung gestartet. Ergebnis:

- Ofen zieht wieder wie er soll
- Scheibe bleibt relativ sauber
- Qualmen beim Nachlegen fast nicht mehr vorhanden.

Laut unserem Schorni wird der Ofen noch 2-4 Jahre durchhalten. Danach mal was neues. Dann mit Rauchrohr nach oben und dann in den Kamin. Und es wird ein Usedom werden, da der uns beiden wirklich gut gefallen hat. Aber nachdem wir jetzt nicht unbedingt das Geld ausgeben müssen, warten wir, bis der Kago wirklch durch ist.

Vielen Dank nochmal für eure Hinweise und Tipps!

Achja: Der Schorni hat gemeint, dass für unsere Wohnsituation und auch durch die immer offene "Türe" in den Flur etc. ein 6-7 kW Ofen durchaus i.O. ist. Mal sehen wofür wir uns dann letzlich entscheiden. Entweder wirds der Usedom 5 oder halt der größere Bruder Usedom 7.

Schönes Wochenende!

mirkoo
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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von mirkoo » 19. Okt 2017, 15:39

Für was habt ihr euch denn am Ende entschlossen ?
Ich suche momentan nach einem kleinen Kamin für mein Wohnzimmer. Kann kein großer sein, da das Wohnzimmer nur knapp 30qm hat. Soll auch an den Strom angeschlossen sein.

Habe mir verschiedene Infos auch durchgelesen und bin dabei auf diverse Modelle gestoßen, haben aber einen im Blick :)
Zudem werden wir aber vorher unseren Stromanbieter wechseln ( hier )

Würde auch bei diesem schauen, dass alles mit niedrigen Kosten wie möglich verbunden ist.
Das Gesicht ist der Spiegel unserer Persönlichkeit.

Lobo
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Re: Kaufberatung Kaminofen/Specksteinofen

Beitrag von Lobo » 9. Okt 2019, 11:36

Hallo mirkoo,

Was für ein Kamin suchst du genau, soll es ein normaler Kamin oder ein Pelletkamin werden.Schau mal hier auf die Seite Werbung entfernt, hier werden alle deine Fragen beantwortet.

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