Hallo,
nach einiger Zeit mitlesen, habe ich mich nun auch mal hier im Forum angemeldet und hoffe, dass auch mir jemand weiterhelfen kann :).
Bisher war das Thema bei uns noch nicht akkut und ich habe daher immer mal reingelesen, nun wirds aber erster.
Und zwar haben wir ein großes Wohnzimmer, wo bereits ein uralter Kamin stand. Dieser musste nun weichen und es soll ein freistehender her. An dem Wohnzimmer grenzt ohne Tür direkt das Esszimmer mit Küche an wodurch die Räumlichkeiten ca.56m² umfassen.
Meine Frage ist nun, ob es sinnvoll ist den neuen Ofen wieder an der alten Position zu verbauen (rote Markierung) oder ob dieser besser an die Ecke zum Esszimmer am Torbogen rücken sollte, damit beide Räume Wärme abbekommen? Oder ist das irrelevant, weil die Luft sowieso recht schnell in diesen Bereich drängen wird?
Wir haben uns einen Hase Sila Plus IQ ausgeguckt, jedoch hat der 6kw. Gehen wir damit in dem Raum ein oder ist das sinnvoll dimensioniert für die beiden Räume?
Über Hilfen und Anmerkungen würde ich mich sehr freuen.
Vielen lieben Dank schon mal!
Wenn ich das richtig sehe, gibt der Sila Plus einen guten Teil Strahlungwärme ab. Von daher wäre der Platz am Torbogen kein Fehler. Zur Leistung: Bei einem top isolierten Gebäude reichen 6kW sls Zusatzheizung vermutlich aus. Beim schlecht isolierten Altbau eher nicht. Im Zweifelsfall mal den Wärmebedarf der Räume für einen typischen Wintertag mit z.B. 0°C Außentemperatur ausrechnen.
Hallo roro,
eine gescheite Aussage treffen zu können müsste man noch wissen:
1.wie gut isoliert ist das Haus (Baujahr?)
2.wie hoch die Räume sind, wie groß der Bogen ist
3.ist der Ofen die einzige heizquelle oder ist er als Zusatzheizung ausgelegt?
Gefühlt würde ich sagen, dass 6kw ausreichen sind. Nachher ist es kaum merklich ob der Ofen näher am Bogen oder mitten im Raum steht.
Wobei für mich persönlich ein Ofen mit notwendiger Stromversorgung nie in frage kommen würde, aber das ist jedem selbst überlassen.
Danke für den Hinweis. Das Haus ist von 1971 und die Hauptheizquelle ist wie gesagt die Fußbodenheizung mit Wärmepumpe. Die Räume sind ca. 2,55m hoch und der Bogen ca. 2m breit und ebenso hoch.
LG
Bei mir ist das Haus Bj. 70, Außenwände ungedämmtes Mauerwerk ca. 32cm (Hohlblocksteine, Hohlziegel, was da war), FBH mit Brennwertgerät. Wir mögens gerne warm. Daher wird unser Bremer Grundofen 2× am Tag angefeuert und gibt ca. 1 kW/h ab. Er steht im Wz., ca. 26m² an einem offenem Durchgang zur Küche, ca. 24m². So kann er dort etwas Wärme reinstrahlen. Als Alleinheizung würde er uns nicht reichen. Mit der FBH haben wir unsere 22°C. In dem Nebenraum, einer Wohnküche, steht noch ein 7kW Specksteinkaminofen. Den heizen wir 1x am Tag mit einem Abbrand. Dann ist es dort für ca. 3-4h ca. 23°C, für uns angenehm. Weiteres Heizen mit dem Kaminofen wäre uns zu warm. Die Grundeinstellung der FBH in den Ofenzimmern liegt bei ca. 20°C, den Rest machen unsere Öfen.
Wenn Ihr Euren Ofen auch mal länger feuern wollt, für die Gemütlichkeit/ Flammenspiel genießen und Ihr ohnehin die FBH habt, wird er nach meinem Gefühl gut sein. Sollten die 6kW zu stark sein, stellt Ihr einfach die FBH per Raumtermostat ein paar Stunden vorher ab und danach wieder an.
Danke für die Einschätzung, das hilft mir schon mal weiter 🙂
Hallo roro12,
wir haben eine vergleichbare Situation, die ich versuche zu beschreiben (leider kann ich kein Foto einfügen, der Forenbetreiber antwortet auch nicht auf meine diesbzgl. Nachfrage). Allerdings ist unser Haus Bj. 1998, verklinkert, mit 80 mm Dämmung.
Ein 35 m² Wohnzimmer mit Kaminofen (5,5 kW lt. Hersteller), zwei angrenzende Räume (Küche, Flur).
Die Türen dorthin liegen beide in einer Ecke des Wohnzimmers, der Ofen steht ca. 5 m von den Türen entfernt.
Die Fußbodenheizung wird um 17:00h abgeschaltet, ab ca. 18:00h läuft der Ofen.
Die Temperatur im Haus liegt tagsüber bei etwa 19 °C, abends mögen wir dann etwas höhere Temperaturen, alles über 22 °C empfinden wir allerdings als unangenehm.
Der Ofen wird dazu auf kleiner Flamme betrieben, also immer nur ein Scheit nachlegen, Luftzufuhr so, dass nur kleine Flammen lodern.
Bei voller Leistung kommen wir schnell über 25 °C.
Der "Schlüssel zum Erfolg" ist ein Deckenventilator. Er läuft - anders als sonst für Winterbetrieb empfohlen - rechts herum, drückt also die warme, unter der Zimmerdecke hängende Luft nach unten und verteilt sie schön gleichmäßig im Raum. Alles auf langsamster Stufe.
Der Ventilator ist in der Raumecke, also über den beiden Türen montiert und fördert so einen Teil der Warmluft in die Nebenräume.
Die Temperatur dort liegt konstant 1,5 °C unter der im Ofenraum, genau richtig für uns.
Ich könnte mir den Betrieb des Ofens ohne einen vernünftigen Deckenventilator (leise = DC-Motor) nicht vorstellen.
In eurem Fall hinge der Ventilator also im Wohnzimmer nahe dem Torbogen.
Danke für die Infos Sharky.
Den Tipp mit dem Ventilator hatte ich letztens auch schon bekommen, allerdings stell ich mir da immer so ein riesiges Teil drunter vor, was ich ungern an die Decke hängen möchte. Gibts da auch filigranere Lösungen?
LG
Na ja, du brauchst schon kW + Fläche 😀.
Die Decke und überwiegend die Wände sind bei uns weiss. Wir haben dieses Modell in komplett weiss und 132 cm. Das ist optisch wirklich ok.
Zu Beginn der zweiten Saison mit dem Ventilator machte der Motor beim Anlauf ein knarzendes Geräusch. Create schickte mir ohne Diskussion einen neuen Motor.