Hallo Zusammen,
bei uns muss der Schwedenofen raus, da er nicht mehr der Norm entspricht.
Wir beschäftigen uns schon länger damit, ob wir nun einen Grundofen einbauen lassen und langfristig unsere alte Gasheizung durch eine Pelletheizung ersetzen oder ob wir einen wasserführenden Kaminofen einbauen mit Pufferspeicher plus Gasheizung als Reserve, wenn wir mal kein Holz nachlegen können.
Wir haben eine DHH von 1998 mit 110 qm auf 2 Stockwerke verteilt. Gasbedarf aktuell ca. 18.000 kwh/Jahr.
Der Preisunterschied Grundofen vs. wasserführender beträgt bei den vorliegenden Angeboten ca. 5000 €. Bei letzterem käme noch der Pufferspeicher dazu.
Die Grundlagen vom wasserführenden (Platz für Scheitholz, Anwesenheit für Nachlegen) sind bekannt. Bei wasserführenden Kaminöfen kommt oft das Argument, dass sich das nur lohne, wenn man selbst Wald hat oder sehr günstig ans Holz kommt. Meine Frage dazu: bei einer Pelletheizung hänge ich doch auch einfach am Holzpreis dran. Dann wäre das Befeuern mit Scheitholz ja sogar günstiger und das Angebot des wasserführenden Kamins rentiert sich mehr als eine geförderte Pelletheizung. Oder übersehe ich etwas?
Danke und viele Grüße
Lisa
Hallo Lisa, Grundöfen bzw. Öfen, bei denen Wärmeenergie effektiv aus dem Abgas entnommen wird, halte ich für das sparsamere Holzheizsystem. Allein die Tatsache, dass bei einem Grundofen oft ein oder zwei Abbrände ausreichen, um das System aufzuladen, ist für mich ein klares Argument. Ein Bekannter von mir beheizt sein Haus mit einem Grundofen, mit dem eine ganze Zimmerwand über die Heizzüge erwärmt wird und bei Bedarf auch der Pufferspeicher für Warmwasser und Heizung. Eine Gasheizgerät ist auch installiert, z.B. für Abwesennheitszeit. Das hat der Kollege übrigens Anfang der Neunziger bauen lassen, der Heizeinsatz ein deutsches Markenprodukt, welches auch heute funktioniert und alle Normen erfüllt. Pelletheizungen finde ich nicht zeitgemäß. Die Pellets werden erst durch Energiezufuhr zur Herstellung ein verheizbarer Brennstoff. Da gefällt mir eine Wärmepumpe oder ein Gasbrennwertgerät als Zweitheizung besser.