Kachelofen - Fliese...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Kachelofen - Fliesen locker - welchen Kleber nehmen?

9 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
2,604 Ansichten
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

Hallo

ich habe schon in einem Heimwerkerforum nachgefragt, welchen Kleber man für Fliesen eines Kachelofens nimmt:

Kachelofen - Fliesen locker - welchen Kleber nehmen?

Dort werde ich aber hauptsächlich an Ofenbauer verwiesen, oder aber es wird Schamottmörtel oder Lehm vorgeschlagen.

Ist hier im Forum ein Ofenbauer, der da Auskunft geben könnte?
Welchen Kleber nimmt man für die Kacheln/Fliesen eines Kachelofens, die ca. 50 Grad maximal warm werden?

Danke.

Gruß franc


 
Veröffentlicht : 02/10/2024 10:46 am
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

Ich habe es dann mit Schamott- und Reparaturmörtel wieder drauf geklebt aber es war vorne so ungerade, dass meine Frau, als sie nach Hause kam, gleich wollte, dass es wieder runterkommt. Also haben wir die Fliesen im vorderen Bereich wieder abgedeckt und den Mörtel abgetragen. Die Fliesen waren sowieso nicht richtig fest. Im hinteren Bereich war es schon fest dort war es aber auch nicht so krumm.

Es war aber auch nicht leicht die vorderen Fliesen gerade zu kriegen, weil sie nur nicht runter kippen, wenn die nächste Fliese auf ihr liegt. Dadurch waren sie auch gar nicht richtig fest und das zurückbauen war vermutlich das einzig richtige.

 


 
Veröffentlicht : 02/10/2024 5:10 pm
(@retep)
Beiträge: 1361
Noble Member
 

Fliesen = Abdeckplatten - auf einer waagrechten Fläche

Untergrund vorbereiten, wenn es leicht geht, dürfte es Schamottemehl sein. schön einweichen und mit Schamottemehl angeführt natürlich wieder einbringen 


 
Veröffentlicht : 03/10/2024 2:07 pm
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

"Schön einweichen..." - mindestens das habe ich falsch gemacht! Ich vermute deswegen war der Mörtel auch immer gleich so spröde und schlecht zu verarbeiten, sobald ich ihn auf die Schamottsteine aufgebracht hatte. Anfangs war er schön geschmeidig, aber schnell wie ausgetrocknet und bröselig und kaum zu formen. Wohl weil die Steine ihm die Flüssigkeit entzogen hatten, weil sie selber so trocken waren.


 
Veröffentlicht : 04/10/2024 7:12 am
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

OK dann. Heute Mittag haben wir (meine Frau und ich) es erneut angegangen, also die restlichen Fliesen wieder drauf geklebt.
Ich hab vom Baumarkt wieder diesen Feuerfestmörtel (Schamottmörtel) gekauft, leider war nur noch ein 5 kg Sack da (zu 13.-) und sonst noch 5 kleinere (und unverhältnismäßig teure, nämlich 9.30 pro Sack) 2 kg Säcke. Die hab ich alle gekauft und gebraucht haben wir letztlich ca. 9.5 kg (den Großen, zwei Kleine und ein bisschen von einem Kleinen). Die beiden unangebrochenen 2 x 2 kg Säcke bring ich wieder zurück.

Wir haben die Fliesen alle in eine Wanne mit Wasser gelegt...

... und den Untergrund mit einem Tapezierpinsel und einer Sprühflasche ordentlich gewässert.

Das tat wirklich den Trick, dann bleibt der Mörtel eben geschmeidig und wird nicht spröde. Zudem haben wir es zu zweit gemacht, was insbesondere bei den Randfliesen elementar ist, weil die sonst weg kippen, wenn man sie anfangs nicht noch etwas hält, gerade bis man die Deckfliese drauf liegt.
Mit dem restlichen Mörtel hab ich dann die Fugen noch gefüllt, wo es ging.

So schaut es jetzt aus:


 Und vorher (als ich es allein mit "Reparaturmörtel" hingepfuscht hatte) so:

Kein Vergleich! Krumm und schief!
Im Nachhinein sag ich mal, war es Glück, dass es meine Frau so nicht ertragen und darauf bestanden hatte es sofort zurück zu bauen. Hätte der Reparaturmörtel dann abgebunden wäre es immer noch total instabil gewesen (das hatte ja gar nicht richtig geklebt) und zudem hätten wir den abgebundenen Mörtel teils sicher nicht mehr von den Fliesen weg gekriegt, das wäre auch katastrophal gewesen.

Jetzt wird sich zeigen, ob es dauerhaft hält, ich bin aber sehr zuversichtlich.

Wir lassen den Ofen jetzt noch ein paar Tage trocknen und machen ihn erst dann an.

Meine ursprüngliche Frage wäre somit ungefähr so beantwortet: Mit Schamottmörtel ("Feuerfestmörtel") geht es, aber man muss vorher die Fliesen einweichen und den Untergrund auch ordentlich wässern. Der Tipp war Gold wert (Danke!)!
Mit Schamottenmehl kann ich mir es allerdings nicht recht vorstellen, weil der ja eigentlich erst bei 800 Grad richtig abbindet aber diese Temperatur kriegen die Kacheln ja auf gar keinen Fall 🙂


 
Veröffentlicht : 06/10/2024 3:46 pm
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

OK dann, gerade war der Kaminkehrer da. Der meinte, das Mauern der Fliesen mit wasserabbindendem Zement war falsch, kriegt man (zur Reinigung dann) jetzt nurmehr mühsam auf, zB geflext, sonst gingen die Fliesen kaputt. Er meinte, ich hätte die auch einfach so drauf liegen lassen können. Wobei er meine Tochter nicht kennt, die auf dem Ofen rum turnt.

Ansonsten meinte er, man solle diesen "Grundofen" (dieser Kachelofen sei von 1991, laut seinen Unterlagen) nicht dauernd ein bisschen, sondern einmal ordentlich heizen, dann speichert er die Wärme sehr lange.
Also nicht über Nacht mit einem Brikett bei geschlossener Luftklappe durchglühen lassen, das führe zur Versottung. Auf keinen Fall Papier un Pappe verbrennen. Nicht zu lange zu viel heizen, das könnte zu zu starker Ausdehnung (Risse etc.) führen.

Habe ich schön alles falsch gemacht.
In den Buderus 208 a (anderer Ofen im Haus, von 1934) kann man Briketts rein werfen, der ist ja auch für Koks gedacht.


Diese r Beitrag wurde geändert Vor 1 Jahr von franc
 
Veröffentlicht : 13/11/2024 12:17 pm
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

Veröffentlicht von: @franc
... das Mauern der Fliesen mit wasserabbindendem Zement war falsch, kriegt man (zur Reinigung dann) jetzt nurmehr mühsam auf, zB geflext, sonst gingen die Fliesen kaputt. ...

Ich bin mittlerweile aber etwas im Zweifel, ob das so stimmt. Man muss den Grundofen ja nicht abtragen, um ihn zu reinigen, dazu sind drei Putzdeckel auf der Ebene der oberen Züge angebracht und noch mal zwei ganz unten. Also da sollte man eigentlich überall rein kommen zum Säubern, ohne den Ofen abtragen zu müssen, was mir immer sonderbarer vorkommt. Beim Zumörteln sind mir auch keine Putzklappen auf der Oberseite aufgefallen, da hätte man wohl auch die Steine aufklopfen müssen.

 


 
Veröffentlicht : 13/11/2024 2:35 pm
(@franc)
Beiträge: 17
Eminent Member
Themenstarter
 

Ein gutes Jahr und eine gute komplette Heizperiode später: Der Kaminkehrer war vor Beginn dieser Heizperiode hier und hat gefegt, er meinte, wir hätten sehr viel geheizt, es sei sehr viel Asche im Kamin, das hat er mehrmals betont. Der Vorbesitzer habe kaum damit geheizt (mit dem Grundofen), meinte er auch, was mich etwas wundert, weil er angeblich immer habe Holz von seinem Sohn ins Haus holen lassen, vom Holzkontor im Garten.

Zum Thema: die Fliesen auf der Oberseite des Grundofens halten noch, an wenigen Stellen hat der Schamottmörtel aber auch Risse. Die mittleren Kantenfliesen links sind auch ein bisschen wackelig. 
Wir haben der Tochter, die davor immer darauf rum geturnt war, nach der Reparatur aber auch bald verboten, auf den Ofen zu steigen und das war wohl gut so, sonst wären da mehr Risse und die Kantenfliesen, auf denen sie aufgestiegen ist, hätten sich auch wohl schon ganz gelöst, da bin ich mir ziemlich sicher. Kann auch gut sein, dass die Kantenfliesen auch daher locker sind, weil wir es nicht rechtzeitig verboten hatten - oder sie danach doch noch mal hoch ist 😉

Zum Beheizen des Grundofens: unser Grundofen ist sozusagen ja gar kein richtiger Grundofen, weil er ja ein Gitter und einen Aschekasten hat. Ein Grundofen hat das ja eigentlich nicht. Anfangs hatte ich die Brennkammer immer ganz voll bestückt, also gut 10 - 15 Kilo Holz rein gesteckt, was ging. 
Das mache ich jetzt nicht mehr, sondern, falls möglich (also falls ich in der Nähe bin) nur immer ein paar Holzscheite, dann immer nachlegen, wenn nur noch Glut drin ist.
Ich stelle mir vor, dass es energetisch besser ist, wenn nicht ein zu großes Feuer damit dann zu viel Energie aus dem Kamin jagt. Bei einem kleineren Feuer dürfte die Temperatur des Rauchs, der aus dem Kamin ins Freie tritt kleiner sein.

Was ich noch nicht gemacht habe, weil unser Dach zu steil ist (53°): einen Thermometer im Kaminausgang auf dem Dach angebracht. Das wäre interessant, wie heiß das raus geht. Vielleicht kann ich das mal realisieren, falls wir mal ein neues Dach brauchen in vielleicht 10 - 20 Jahren und darauf dann eine Dachtreppe ist.


 
Veröffentlicht : 12/01/2026 12:39 pm
(@holzjunkie)
Beiträge: 101
Estimable Member
 

Für Reparaturen an meinem alten Kachelofen in den 80-igern nahm der Ofensetzer immer Lehmmörtel, für die Revisionsdeckel auch. Von dem Lehmmörtel hat er mir etwas abgegeben, damit ich selber mal die Deckel abnehmen kann, zu Reinigen zwischendurch. Den konnte ich jederzeit mit Wasser anrühren. Der Vorteil des Lehmmörtels ist seine einfache Verarbeitung, er ist preiswert und verträgt Spannungen besser als Zement-/Kalkmörtel. Die Kacheln von den alten Öfen waren eigentlich sehr fest. Gut, auf dem Kachelofen meiner Oma durfte ich als Kind nicht raufklettern...So einen Ofen würde ich langsam hochheizen, dann aber letzten Abbrand eine möglichst große Holzmenge auflegen. Das, was der Brennraum optimal Verträgt. So wird die große Speichermasse komplett mit Wärme aufgeladen.


 
Veröffentlicht : 12/01/2026 1:38 pm
Teilen: