Hallo zusammen,
wir bauen aktuell ein Einfamilienhaus und sind an Nahwärme angeschlossen. Uns geht es beim Kamin daher nicht primär um die Heizleistung, sondern um die Gemütlichkeit.
Der Wunsch meiner Frau wäre eine beheizte Sitzbank bzw. Rückenlehne am Kamin, sodass man angenehm warm sitzen kann. Optisch gefällt uns allerdings ein Dreiseitenkamin sehr gut.
Ein Ofenbauer hat uns nun gesagt, dass eine klassische warme Ofenbank bei einem Dreiseitenkamin aufgrund der Bauart und der heutigen Energieeffizienz kaum möglich sei. Seiner Meinung nach funktioniert das nur bei Kachelöfen bzw. Öfen mit einer einzelnen Sichtscheibe. Alternativ sprach er von einer Warmluftlösung mit Ventilator oder einer elektrisch beheizten Bank.
Daher meine Fragen:
- Hat jemand einen Dreiseitenkamin mit beheizter Sitzbank oder Rückenlehne?
- Welche technischen Lösungen gibt es hierfür?
- Funktionieren Warmluftbänke in der Praxis gut?
- Kennt jemand Hersteller oder Ofenbauer, die solche Lösungen anbieten?
- Geht das nur über einen Ventilator habe ich gelsen? Wie ist hier die Funktion?
Über Erfahrungen, Bilder oder Links würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank!
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solche Einsätze haben kaum die Zulassung für keramische Züge. die werden direkt am Schornstein angeschlossen. vorstellbar wäre per Strom, Luft. oder auch per Heißwasser.
Hallo NalaSimba,
auf deine Frage > JA es geht!
Ich habe bei einem Kunden einen dreiseitigen Kamin mit einer Zuglänge von ca. 2,5m verbaut. Der Kamin funktioniert tadellos. Deine Planung hat jedoch einen hacken. Die Rauchrohrführung sollte nicht unterhalb des Feuerraums geführt werden und die Rauchrohrführung muss im Schornstein enden.
Hoxter gibt bei seinen Kaminen, auch den 3-Seitigen, eine Zuglänge an. Diese Einsätze kannst du gerne nutzen.
Beachte jedoch, dass der Schornsteinfegermeister unbedingt eingeweiht werden muss.
Die Führung des Rauchrohrs wird oft unterschätzt. Ich habe schon erlebt, dass kleine Änderungen am Verlauf das Zugverhalten deutlich verbessert haben. Und den Schornsteinfeger früh in die Planung einzubeziehen, lohnt sich fast immer – so lassen sich spätere Anpassungen oder unnötige Mehrkosten meist vermeiden.


